Mirissa – Liebe auf den zweiten Blick

Wir können es gar nicht oft genug sagen: Mirissa ist für uns einfach ein ganz besonderer Ort! Dabei bleiben uns nicht nur schöne Dinge in Erinnerung. Von Enttäuschungen, Arztbesuchen, Unsicherheit bis hin zu der Entscheidung, unsere Weltreise zu unterbrechen – diese Dinge verharren wohl ewig in unseren Köpfen. Übertrumpft werden diese aber von unglaublich viel Spaß, Erholung, Begeisterung und den Erinnerungen an wunderschöne Orte und überaus herzliche Menschen 😊. In diesem Beitrag erzählen wir euch ein wenig über unsere Geschichte in Mirissa und was es dort zu erleben gibt 😊.

 

Unsere Geschichte mit Mirissa

Normalerweise sollten diese Beiträge aus hilfreichen Tipps oder aus Eindrücken unserer Reisen bestehen – diesmal ist es ein wenig anders. Ich will keine endlosen Storys erzählen, also kratz ich einfach nur kurz an, was uns in Mirissa alles passiert ist 😊.

 

Die erste Begegnung mit dem Riesen der Meere

Auf unserer ersten Reise nach Sri Lanka haben wir uns bewusst dagegen entschieden, nach Mirissa zu reisen – viel, viel, viel zu viele Touristen! Also besuchten wir nur einmal kurz den Ort, als wir unsere Wahle Watching Tour antraten. Dabei erinnere ich mich an Übelkeit und noch mehr Übelkeit. Die Wellen waren schon ziemlich hart und Daniel und ich saßen beiden mit ganz flauem Magen auf dem Boden – nicht sprechen, nicht bewegen, einfach beruhigen.

Das war dann alles nicht mehr nötig, als wir unseren ersten Blauwal sahen, der immer mal wieder auftauchte und wunderschöne Fontänen an der Wasseroberfläche kreierte. Wir waren dem größten Meerestier einfach ganz nah und Ich schaffte es nicht, die Kamera aus der Hand zu legen! Am Ende dann die kleine Enttäuschung. Ich war so damit beschäftigt, ein wundervolles Foto vom Blauwal zu bekommen und habe dabei ganz vergessen, den eigentlichen Moment zu genießen. Wie schön das Fotografieren auch ist – man darf dabei nicht vergessen, die Kamera mal beiseite zu legen und einfach zu genießen.

 

Surfen im Netz statt auf Wellen

Also, dann doch nach Mirissa – auf unserer Weltreise wollten wir unbedingt Surfen lernen. Mirissa ist dafür der perfekte Ort! Wir freuten uns so sehr auf diese Erfahrung. Wir reisten schon zwei Wochen zuvor an, um ein wenig Meeresluft zu schnuppern. Leider kam mir dann etwas in die Quere. Aus unerklärlichen Gründen entzündeten sich mehrere Stellen an meinen Beinen, aus denen unangenehme Wunden wurden. Ich konnte kaum mehr laufen – Strand und Meer waren Tabu! Nachdem sich nach einer Woche immer noch nichts getan hatte, entschieden wir uns, einen Arzt aufzusuchen. Unser erster Arztbesuch auf Reisen – aufgeregt war ich auf jeden Fall. Wir suchten online nach gut bewerteten Ärzten und fuhren am nächsten Tag direkt hin.

Öffnungszeiten: Täglich von 17-19 Uhr.

Wie wir es aus Deutschland gewohnt sind, fuhren wir extra schon auf zehn vor fünf hin, damit alles schneller geht. Schließlich warteten wir vor dem einladenden Garagentour. Eine halbe Stunde später kam dann die freundliche und niedliche Ärztin und schließ ihre Garage auf. Wie kamen wir bitte darauf, dass hier Pünktlichkeit erforderlich ist :-D? Insgesamt waren wir bestimmt 4-5x dort. Mal mussten wir bezahlen, weil wir die ersten Patienten waren und sie nicht wusste, wie gut der Tag laufen würde. Mal ließ sie uns dafür einfach so davonkommen. Ich bekam Salben, zahlreiche Tabletten und ein „Pineappleverbot“. Während Daniel die Zeit am Strand genießen konnte, verbrachte ich meine Zeit mit Netflix und rumliegen. Mit dem Surfcamp wurde es leider nichts mehr und die Enttäuschung war ziemlich groß.

 

Waschmaschinenalarm!

Nachdem die Wunden nach fast 3 Wochen endlich verheilt waren und meine miese Laune verzogen war, konnte ich endlich wieder ans Meer! Nur leider war ich zu doof, mit den riesigen Wellen umzugehen, sodass ich immer meterweit geschleudert wurde. Kennt ihr diesen Moment, wenn ihr im Wasser steht und ihr seht diese Welle, die sich immer weiter vor euren Augen aufbaut? Was also tun? Stehenbleiben? Drüberhüpfen? Rauslaufen? Entgegenschwimmen? Egal wofür ich mich entschied, die meiste Zeit ging es schief und ich wurde wie in einer Waschmaschine durch den Schaum geschleudert. Nach kurzer Orientierungslosigkeit war ich immer froh, dass mein Bikini bei mir geblieben ist und ich Daniel wiedergesehen habe. Nur doof, dass häufig schon die nächste Welle im Anmarsch war und das ganze Prozedere von vorne losging. Nachdem er sich hunderte Male über mich lustig gemacht hatte, kam Daniel doch mal auf die Idee, mir zu erklären, wie das mit dem Durchtauchen funktionierte. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich nicht durchgehend Wasser in Augen, Nase und Mund und konnte die Wellen in Mirissa richtig genießen.

 

Begrüßung auf vier Beinen

Als ich wieder vollständig fit war, konnten auch unsere morgendliche Laufeinheiten wieder beginnen. Zum Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg zum Strand, um einige Kilometer zu joggen. Jeden Morgen kamen die gleichen Hunde angelaufen, um uns zu begrüßen. Gibt es einen schöneren Moment? Für uns ist es der Inbegriff von Glück, diesen wundervollen und herzlichen Vierbeinen zu begegnen! Da geht einem wirklich das Herz auf 😊.

 

Turteln mit Turtels

Eines der schönsten Erlebnisse unserer Reisen! In Mirissa gibt es nämlich die Möglichkeit, mit Schildkröten zu schnorcheln. Diese wundervollen Tiere kommen ganz nah und treiben neben dir her, als wärst du gar nicht da – ein unvergesslicher Moment!

 

Ende vom Traum?

Bevor wir weiter nach Indonesien reisen wollten, verlängerten wir unsere Zeit in Mirissa wieder und wieder. Aber zu früh gefreut, denn dann kam Corona. Aus einem Problem, welches uns zunächst nicht betraf, wurde der Grund, weshalb wir unsere Reisen unterbrochen haben. Wieso haben wir uns also dazu entschieden? Es fing alles damit an, dass die ersten Grenzen geschlossen und Flüge gecancelt wurden. Wir haben uns viele Fragen gestellt. Was ist, wenn jemand aus unseren Familien betroffen ist und wir nicht zurück nach Deutschland kommen? Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, wie gefährlich das Virus ist oder welche Auswirkungen es hat. Die nächste Frage „Was ist, wenn der einzige Supermarkt im Ort leergekauft ist, wollen wir unserer Gastfamilie alles wegessen?“ Wir haben nämlich in der herzlichsten und tollsten Familie gelebt, die wir je auf Reisen kennengelernt haben! Jeden Morgen wurde für uns extra ein Immunbooster gemacht und wir durften trotz der schwierigen Lage bleiben, solange wir wollten – die Unterkunft war nämlich eigentlich schon geschlossen.

Nachdem wir uns dagegen entschieden haben, in den Flieger Richtung Indonesien zu steigen, fragten wir uns: „Wohin dann?“. „Bleiben wir in Sri Lanka mit drastischer Ausgangssperre und sitzen alles aus?“ „Was ist mit unserem Visum?“ Irgendwie war das für uns keine Alternative. Dann überlegten wir, nach Singapur zu reisen und uns dort eine Wohnung zu nehmen. Eine gute Gesundheits- und Lebensmittelversorgung waren gute Gründe. „Aber so viel Geld ausgeben fürs Nichtstun?“ Deutschland war für uns eigentlich von Anfang an keine Alternative. „Unseren Traum aufgeben?“

Letztendlich war es für uns aber die einzig vernünftige Entscheidung. Einfach weil wir nicht wussten, was da alles auf uns zukommt. Das war wohl die härteste Entscheidung, die wir jemals getroffen haben. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens von Mirissa und den ans Herz gewachsenen Menschen. Dann flogen wir heim – aber wir kommen wieder 😊! Unsere weitere Weltreise ist nicht aufgehoben, nur aufgeschoben 🙂.

 

Sonstige Tipps für Mirissa

 

Da ich schon so viel geplappert habe, machen wir es jetzt kurz und knapp 😊

 

Satoris Beach Hostel

Das beste vegane Essen in Mirissa!

 

Mangroventour in Mirissa

Idyllische Bootstour mit wundervollem Sonnenuntergang. Zur Tour geht’s hier.

 

Coconut Tree Hill

Ein Meer von Palmen – wunderschöner Ort, aber leider auch Touristenmagnet!

 

Parrot Rock Bridge

Toller Spot!

 

Vegan Nice Cream & No Fish today bei Unawatuna

Das wahrscheinlich leckerste Essen in Sri Lanka – inkl. Schlangenbegegnung :-).

 

Unsere Unterkunft

Hotel Maison D’hotes Sanda Beach – Ein wundervoller Ort und so herzliche Menschen – Danke für alles :-)!

 

Fazit zu Mirissa

Sollen wir es nochmal sagen? Wir lieben Mirissa! Dazu bedauern wir es noch heute, dass wir das erste Mal auf diesen wunderschönen Ort verzichtet haben! Natürlich ist Mirissa touristisch und es gibt auch kein glasklares Wasser zum Baden. Aber die Menschen dort sind trotzdem so freundlich und wir haben so viele Vierbeiner in unser Herz geschlossen! Wir mögen diese Atmosphäre in Mirissa und werden definitiv noch öfter wiederkommen 😊!

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