Tipps für Ella – unterwegs im Hochland von Sri Lanka

Schon auf unserer ersten Reise durch Sri Lanka hat uns Ella sehr beeindruckt! Deshalb haben wir es uns nicht nehmen lassen und sind ein zweites Mal in das touristische, aber einfach wunderschöne, Örtchen gereist. In diesem Beitrag geben wir euch ein paar Tipps für einen Aufenthalt in Ella & der Umgebung :-).

 

Klima in Ella

Das Klima im Hochland von Sri Lanka, und somit auch in Ella, ist deutlich unbeständiger als im Rest des Landes. Morgens & Abends kann es richtig frisch werden und auch bei klarem Himmel ist ein Regenschauer nie auszuschließen. Das Wetter dort ändert sich schneller, als man gucken kann. Wenn aber die Sonne über Ella lacht, klettern die Temperaturen meistens zwischen 27 und 30°C.

Tipps für Ella

 

Anreise nach Ella

Die typische Anreise nach Ella erfolgt per Zug von Kandy. Mehr dazu gibt es hier. Wenn ihr keine Lust auf das Gedränge im Zug habt, ist die Pick-Me App eine Alternative. Einfach Start, Ziel, Personenzahl und Fahrzeugtyp anklicken und schon werden euch Angebote vorgeschlagen. Diese Möglichkeit ist zwar komfortabler, aber auch deutlich teurer als der Zug.

Als wir Besuch aus Deutschland bekamen, haben wir uns für diese Alternative entschieden, die ca. 40 Euro gekostet hat. Häufig geben euch die Fahrer noch ihre private Handynummer. Dies ist praktisch, um weitere Fahrten zu planen und die Preise noch etwas zu verhandeln. Irgendwann hatten wir allerdings so viele Nummern von Tuk Tuk- und Taxifahrern eingespeichert, dass wir dankend ablehnen mussten. Die App funktioniert mal mehr und mal weniger. Nur in Mirissa und Umgebung ist Pick Me nicht wirklich beliebt. An zahlreichen Ecken warnen Plakate vor der Nutzung – die Tuk Tuk Fahrer wollen sich die Touristen nun mal nicht teilen ;-).

 

Unsere Unterkünfte in Ella

Wir hatten sowohl auf unserer ersten als auch auf der zweiten Reise durch Sri Lanka wundervolle Unterkünfte.

 

Mango Shadow Inn

Unsere erste Wahl fiel auf das Mango Shadow Inn, welches zu dem Zeitpunkt gerade vom herzlichen Gastgeber und seinem Sohn fertiggestellt wurde. Es war das sauberste Zimmer, dass wir in Sri Lanka hatten und die Aussicht war einfach atemberaubend! Von unserer Terrasse konnten wir den Blick auf die Berge von Ella beim leckeren Frühstück und Dinner genießen! Dabei konnten wir den Äffchen und Hörnchen beim Spielen zusehen und die Adler kreisten über unserem Bungalow. Zudem war die Geräuschkulisse am Abend der Hammer – wir waren mitten im Dschungel. Das Highlight war die Wanderung auf den Ella Rock mit unserem Host, dazu aber später noch mehr. Wir hätten diese Unterkunft auch ein zweites Mal gebucht, leider sind die Preise doch deutlich hochgeschossen, weshalb wir uns für eine Andere entschieden haben.

 

Pleasant Peak

Unsere Wahl fiel dieses Mal auf das Pleasant Peak. Das Preisleistungsverhältnis war der Hammer und alles Andere auch! Von einem ebenfalls atemberaubenden Blick auf den Ella Rock und den Little Adams Peak über blitzblanke und komfortable Zimmer bis hin zu superleckerem Frühstück! Uns hat es an nichts gefehlt 😊.

Tipps für Ella

 

Sehenswürdigkeiten & Tipps für Ella

Eins ist sicher: An Sehenswürdigkeiten und Hotspots mangelt es in Ella absolut nicht – ganz im Gegenteil. Wir konnten uns gar nicht entscheiden, was wir zuerst sehen wollten.

 

Ella Rock

Die Wanderung auf den Ella Rock ist zwar kein Geheimtipp mehr, aber man sollte diese auf jeden Fall gemacht haben! Zunächst läuft man ein Stück der Strecke über die Bahnschienen, was in Sri Lanka ganz normal zu sein scheint. Irgendwann geht’s dann durch das Gestrüpp in den Wald hinein, wo der Weg immer steiler und steiler wird. Oben angekommen wird man von Äffchen, Hunden und einer wunderschönen Aussicht begrüßt. Die Wanderung ist allerdings ziemlich schlecht ausgeschildert, eine richtige Wegbeschreibung gibt es nicht.

 

Zum Sonnenaufgang auf den Ella Rock

Beim ersten Mal haben wir die Wanderung mit unserem Host vom Mango Shadow Inn gemacht. Gegen 3:30 Uhr ging es im Dunkeln los – wir wollten pünktlich zum Sonnenaufgang oben sein. Der Aufstieg ist nicht schwer, aber anstrengend. Unser lieber Wanderführer ging uns sogar in Flip Flops und flottem Tempo voraus. Am Gipfel war nur noch ein weiteres Pärchen. Wir genossen die wundervolle Aussicht und den schönen Sonnenaufgang. Immer ist diese Wanderung wohl nicht so beeindruckend, da das Wetter im Hochland unbeständig ist und die Wolken häufig die Sicht versperren 😊.

 

Auf eigene Faust auf den Ella Rock

Beim zweiten Anlauf wollten wir den Berg dann alleine bezwingen. Dieses Mal entschieden wir uns für die Wanderung am Nachmittag, da uns das Wetter eigentlich keine andere Wahl ließ. Beim Wandern fiel uns dann auf: Gar nicht mal so einfach ohne Wegbeschreibung. Wir haben immer mal wieder Einheimische gefragt und haben uns einfach an „oben“ orientiert :-D.

Da die Jungs nicht viel vom gemütlichen Wandern hielten, quälte ich mich in ihrem Tempo den Berg hoch. Statt der regulären Dauer von zwei Stunden waren wir schon nach einer Stunde oben – und so habe ich mich auch gefühlt. Zu meinem Glück gab es direkt mal einen erfrischenden Schauer zur Begrüßung und danach konnten wir dann den unglaublichen Ausblick bewundern. Da es schon Richtung Dämmerung ging, war es am Gipfel schön leer und auch auf dem Weg trafen wir kaum andere Leute. So schnell wir oben waren, so schnell ging es auch wieder nach unten zum Abendessen.

Tipps für Ella

Egal, ob mit Begleitung oder auf eigene Faust, zum Sonnenaufgang oder am Nachmittag – die Wanderung auf den Ella Rock ist wirklich schön und eine gute Mischung aus Herausforderung und einer sehenswerten Strecke. Also unbedingt machen!

 

Little Adams Peak

Nicht ganz so anstrengend, aber auch nicht weniger schön ist die Wanderung auf den Little Adams Peak. Für den Aufstieg haben wir ungefähr 30 Minuten gebraucht – da dieser deutlich einfacher zu besteigen ist, ist dort viel mehr los. Das stört aber nicht wirklich, da der Little Adams Peak sehr langgezogen und somit schön weitläufig ist. Daher ist es lohnenswert, noch ein Stück weiterzugehen und nicht am ersten Gipfel zu verharren. Dort erwartete uns zwar nochmals ein kleiner Anstieg, dafür aber auch eine idyllische Ruhe und ein atemberaubender Blick auf die Umgebung und den gigantischen Ella Rock.

Wenn man Lust hat, kann man sich im Panorama Café eine Erfrischung gönnen. Eine andere Möglichkeit am Little Adams Peak ist es, einfach die Zipline nach unten zu wählen. Wir können also auch diese Wanderung jedem wärmstens ans Herz legen 😊.

 

Nine Arches Bridge

Ein Hingucker schlechthin! Die Nine Arches Bridge zählt auf jeden Fall zu den Top Ten Postkartenmotiven in Sri Lanka. Von dem sehenswerten Viadukt hat man einen tollen Blick in die umgebende Dschungellandschaft und noch eindrucksvoller wird es, wenn der hupende Zug an dir vorbeirauscht. Um zu der Brücke zu gelangen, muss man einen kleinen Pfad entlangspazieren. Die Zeiten, zu denen der Zug vorbeikommt, hängen eigentlich überall – des Öfteren wartet man aber mal so 40-60 Minuten – Pünktlichkeit also eher Fehlanzeige :-D.

Ich werde niemals den Moment vergessen, als wir gerade am Viadukt angekommen waren und die Leute anfingen, zu schreien und zu rennen. Wir wussten in dem Moment überhaupt nicht was los war, bis wir sahen, dass die Leute um sich schlugen. Es sei wohl ein riesiger Bienenschwarm aus dem Nest geflogen – mitten in die Menschenmenge. Da ich der wohl größte Angsthase bin, was Bienen und Wespen betrifft, brauchte es keine lange Diskussion, um wieder zu verschwinden :-D.

 

Tipps für Ella: Idyllische Wasserfälle

In Sri Lanka gibt es viele schöne Wasserfälle. Einige von ihnen befinden sich in der Umgebung rund um Ella.

 

Ravana Falls

Die Ravana Falls liegen direkt an der Hauptstraße nach Ella. Leider war es zu jedem Zeitpunkt, an dem wir dort vorbeigekommen sind, total überfüllt.

Tipps für Ella

 

Diyaluma Falls

Spektakulärer fanden wir hingegen die Diyaluma Falls, die definitiv zu unseren Tipps für Ella zählen. Sie liegen ca. 1,5 Stunden mit dem Tuk Tuk von Ella entfernt. Schon von unten ist der ca. 260 Meter hohe Wasserfall beeindruckend. Noch schöner wird es aber, wenn man die Wanderung nach oben in Kauf nimmt, wo sich die eindrucksvollen Pools für eine Abkühlung befinden. Wir sagten unserem Tuk Tuk Fahrer, dass wir uns nur mal eben die Wasserfälle anschauen würden. Dabei haben wir nicht bedacht, dass es sich um einen einstündigen Aufstieg handelt + Abkühlung + Abstieg. Nach 2,5 Stunden kamen wir mit schlechtem Gewissen wieder unten an, er hat’s zum Glück locker genommen – ein Hoch auf die asiatische Gelassenheit.

Einer unserer Tipps für Ella: Es gibt verschiedene Pools. Auf der ersten Etappe befindet sich der Instagram Hotspot – Pools und direkt dahinter die tiefe Schlucht nach unten. Uns war es dort viel zu voll, somit entschieden wir uns für die Abkühlung in den oberen Pools, wo die Atmosphäre definitiv schöner war 😊.

 

Restaurants & Shopping

Das Zentrum von Ella besteht aus vielen verschiedenen Restaurants und Bars – da ist auf alle Fälle für jeden etwas dabei. Noch dazu gibt es tolle Shoppingmöglichkeiten für Souvenirs & Kleidung – trotz des Touristenandrangs zu fairen Preisen 😊.

 

Fazit zu Ella

Bei einer Reise durch Sri Lanka darf Ella auf gar keinen Fall fehlen! Auch wenn es sich um einen der meistbesuchten Orte auf der Insel handelt, ist es für uns definitiv auch einer der Schönsten! Mit den richtigen Tipps für Ella findet man auch hier das ein oder andere ruhige Plätzchen :-).

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