Sigiriya – der Löwenfels & der Pidurangala Rock

Sigiriya ist eines der beliebtesten Ziele in Sri Lanka. Dabei handelt es sich genau genommen um den sehenswerten, 200m hohen Felsen, der aus einer bestimmten Perspektive einem liegenden Löwen ähnelt – daher der Name Löwenfels. Da sich aber täglich große Menschenmassen die Treppenstufen hoch auf das Plateau teilen, haben wir uns für den deutlich weniger besuchten Pidurangala Rock entschieden. Der nur unwesentlich kleinere Felsen bietet einen perfekten Rundumblick inkl. des schönen Sigiriyas.

Ausblick vom Pidurangala Rock auf den Sigiriya

 

Sigiriya Rock – Geschichte & Name

Ein wenig Geschichte muss ja auch mal sein: König Dhatusena wurde 473 n. Christus von seinem Sohn umgebracht. Dieser ließ aus Angst vor seinem Halbbruder Moggallana, dem rechtmäßigen Thronfolger, eine Festung auf dem Felsen errichten. Trotz aller Bemühungen stürzte Moggallana seinen Halbbruder und wurde zum König ernannt. Der Name Sigiriya wird von „Singha Giri“ abgeleitet, was so viel wie „Löwenfels“ bedeutet.

Da wir den Felsen selbst nicht bestiegen haben, können wir dazu auch gar nicht mehr so viel sagen. Eins steht aber fest: Auf einer Reise durch Sri Lanka muss man diesen besonders schönen Felsen einfach gesehen haben! Funktioniert nur leider nicht so gut, wenn man selber draufsteht. Von dem Pidurangala Rock hat man aber den optimalen Blick auf seinen hübschen Nachbarn – also nix wie rauf da!

 

Pidurangala Rock

Damals sind wir noch ganz anders gereist. Wir haben uns wenig Gedanken darüber gemacht, wann es voll oder leer sein könnte, ob zu heiß oder kalt. Wir sind unüberlegt drauf los gefahren. In diesem Fall ist es nochmal gut gegangen – zur perfekten Zeit am perfekten Ort 😊.

Nachdem wir am Sigiriya Rock vorbeifuhren und sprachlos von diesem beeindruckenden Felsen waren, folgten wir der idyllischen Straße bis zum Pidurangala Rock. Dabei kreuzten viele Warane unseren Weg und einige Äffchen sprangen von Baum zu Baum. Das ist auch heute noch Freiheit für uns – mit dem Roller neue Gegenden erkunden, nicht zu wissen, was auf einen zu kommt und dabei Flora & Fauna des Landes kennenlernen.

Wir stellten unseren Roller am Fuße des Felsens ab und zahlten ca. 3 Euro Eintritt. Der beliebte Sigiriya Rock kostet mit 30 Euro einfach zehnmal so viel.

Bis der eigentliche Aufstieg beginnt, durchquert man eine kleine Tempelanlage. Daher müssen Frauen und Männer sowohl Schulter als auch Knie bedecken. Man kann vor Ort aber auch Tücher ausleihen.

 

Der Aufstieg – Pidurangala Rock

Der Aufstieg auf den Pidurangala Rock ist zwischenzeitlich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ein wenig schweißtreibend, dafür aber nicht wirklich anspruchsvoll. Der Weg nach oben bietet neben ein paar Seufzern und Schweißperlen auch weite Ausblicke und schöne Buddha-Statuen. Nach ca. einer halben Stunde waren wir endlich oben angekommen. Mit einem weiteren Pärchen waren wir ganz alleine dort und genossen den phänomenalen Ausblick. Die Sicht auf den Sigiriya Rock ist perfekt! Diese unglaubliche Weite hat uns sprachlos gemacht, daher suchten wir uns zunächst einen schönen Platz und genossen einfach den Moment & die Landschaft. Und erst dann, wirklich erst dann wurden viele, viele schöne Fotos geknipst. Mit dabei: Unser treuer, tierischer Begleiter, der uns von der ersten Sekunde an den Weg zeigte.

 

Kleines Desaster auf dem Rückweg

Wenn immer alles glatt laufen würde, wäre es ja langweilig. Nachdem wir wieder unten angekommen waren und uns auf den Heimweg machen wollten, hielten wir noch kurz, um einer Affenfamilie beim Spielen zuzusehen. Dabei bemerkten wir nicht den Schlingel, der sich von hinten anschlich. Der Affe riss Daniel unseren Rucksack aus der Hand und lief – immer schneller und immer weiter weg von uns. Also was nun? Natürlich wurde ich hysterisch – in unserem Rucksack waren Pässe, Geld, Schlüssel & Co. Aus dem Nichts kam dann unser Retter in Not. Ein Hund rannte dem Affen wie verrückt hinterher, zeigte ihm, wer der Boss ist und brachte uns unseren Rucksack unversehrt zurück. Nach einer ordentlichen Knuddeleinheit als Dank fuhren wir ohne weiteren Stopp zurück in unsere Unterkunft und genossen dort das Abendessen mit Blick auf den Sigiriya Rock.

 

Unser Fazit

Abgesehen von unserem Halt bei der Affenfamilie würden wir es genauso wieder machen. Für uns war der Aufstieg auf den Pidurangala Rock definitiv ein Highlight unserer Reise durch Sri Lanka. Der Ausblick war schlichtweg atemberaubend schön und wir hatten einen wundervollen Tag. Mal sehen, vielleicht besteigen wir beim nächsten Mal noch den Sigiriya Rock. Falls ihr mehr über den Aufstieg des Sigiriya Rocks wissen möchtet, schaut doch einfach mal bei diesem Reisebericht vorbei.

Ausblick vom Pidurangala Rock

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