Polonnaruwa – die Ruinenstadt

Unser Tagesausflug nach Polonnaruwa zählt zu den absoluten Highlights unserer Sri Lanka Reisen!

 

Allgemeine Infos

Die alte Königsstadt gehört zum sogenannten kulturellen Dreieck – Anuradhapura, Kandy & eben Polonnaruwa. Nach der Zerstörung von Anuradhapura wurde Polonnaruwa zur Hauptstadt Sri Lankas ernannt. Heute lassen sich die einzigartigen Bauwerke aus dem 12. Jahrhundert perfekt mit dem Fahrrad oder Motorroller erkunden – genau genommen zählt der große archäologische Park zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka.

Öffnungszeiten: Täglich 08:00 – 17:00Uhr

Eintritt: ca. 30 Euro pro Erwachsener – Führungen werden für ca. 5 Euro angeboten

Kleidung: Knie & Schultern sollten bedeckt sein

 

Anreise nach Polonnaruwa

Wir sind mit dem Roller aus Sigiriya nach Polonnaruwa gestartet. Dabei handelt es sich um eine fast 60km lange Strecke. Das bedeutet: Zähne zusammenbeißen, denn irgendwann tut der Hintern weh. Wir waren nämlich für eine Strecke fast 2 Stunden lang unterwegs. Zum größten Teil ist der archäologische Park auch mit dem Roller selbst befahrbar – einige Abschnitte hingegen nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Mit dem Roller nach Polonnaruwa

Es tut aber durchaus auch mal gut, von dem netten Fahrgerät abzusteigen, obwohl von nett nicht wirklich die Rede sein kann. Wir hatten nämlich mal wieder ein „Problemroller“ dabei, welcher nicht so wollte wie wir. Manchmal klemmte das Gaspedal beim Starten, sodass wir einmal direkt auf ein parkendes Auto losbretterten – und da lagen wir dann. Dem Auto ist zum Glück nix passiert. Eine kleine Narbe am Kinn erinnert mich noch heute an unseren kleinen Unfall.

 

Polonnaruwa – unser Tag in der Ruinenstadt

Der Tag war einfach wundervoll! Wir fuhren ohne genauen Plan zu den verschiedenen Tempeln und Ruinen. Groß, klein, braun, weiß, gut erhalten oder auch nur noch vorhandene Trümmerteile – Polonnaruwa hat so viele wunderschöne Bauwerke, dass uns nie langweilig wurde! Wir entdeckten riesige Warane und schauten vielen Äffchen beim Herumtollen zu. Aber schaut doch einfach mal selbst 😊.

 

Spannender Rückweg von Polonnaruwa

Nachdem wir einige Stunden im archäologischen Park von Polonnaruwa verbracht haben, machten wir uns wieder auf den Rückweg – eine schmerzhafte Angelegenheit. Unsere Hintern fanden das nämlich absolut nicht berauschend!

 

Führerschein bitte!

Irgendwann gerieten wir in eine Polizeikontrolle hinein – voll mein Ding, da ich ja überhaupt nicht schnell nervös werde und wir natürlich keinen internationalen Führerschein in der Tasche hatten…

… der in Sri Lanka übrigens verlangt wird.

Daniel war dabei mal wieder die Ruhe in Person und ließ sich auf einen Small Talk mit dem wirklich netten Police Detective ein. Nach einem kurzen Blick auf Daniels Personalausweis verabschiedete sich der nette Herr noch mit „beautiful couple“ und wir konnten weiterfahren. Jap, meine Aufregung war mal wieder völlig umsonst.

 

„Große“ Überraschung

Wir fuhren vorbei an dem schönen Minneriya Nationalpark und bekamen schon unendlich Lust auf eine Safari. Überall am Straßenrand standen Schilder, die auf Pfaue oder Elefanten auf der Straße aufmerksam machten. Wir fuhren vorsichtig, aber so richtig geglaubt haben wir es nicht …

… bis plötzlich ein wunderschöner Riese direkt vor unseren Augen auftauchte. Der Elefant spazierte seelenruhig vorbei an den fahrenden Autos und schließlich auch an uns – ein einzigartiger Moment! Wir haben schon unzählige Elefanten gesehen, aber dieser Augenblick, in dem wir den Elefant außerhalb eines Nationalparks, frei und unmittelbar in unserer Nähe, trafen, war einfach unglaublich!

Elefant auf dem Rückweg

Unglaublich und auch ein wenig angsteinflößend. Wir konnten uns ja nicht sicher sein, ob der Elefant uns in dem Moment genauso cool fand wie wir ihn. Daniel war sich seiner Sache wohl ziemlich sicher – oder halt auch gar nicht. Er blieb seelenruhig auf dem angepeilten Weg des Elefanten stehen. Da war ich mal wieder drei Schritte in Gedanken weiter und machte mir fast ins Hemd. Auf einem Video, was ich versucht habe zu drehen, hört man letztendlich nur: „Fahr, fahr, fahr, Daniel fahr, faaaaaaaahr!“. Irgendwann hielt er das dann auch für die bessere Idee und wir fuhren zurück Richtung Abendessen. Somit verabschiedeten wir uns von dem schönen Geschöpf – aber niemals von der einzigartigen Erinnerung 😊.

Am Abend machten wir dann noch einige Bilder von dem eindrucksvollen Monolithen. Wir hatten nämlich von unserer Unterkunft einen perfekten Blick. Dabei fiel uns der knallrote Fleck auf meinem Rücken auf. Wenn man also den ganzen Tag mit dem Roller unterwegs ist und meint, Rückenausschnitt tragen zu müssen, sollte man diesen auch eincremen. Bei dem erfrischenden Gegenwind auf dem Roller merkt man nämlich gar nicht, wie stark die Sonne eigentlich ist.

 

Fazit zu Polonnaruwa

Für uns definitiv ein Muss auf einer Reise durch Sri Lanka. Trotz kleinem Rollerunglück und einem roten, schmerzhaften Andenken für die nächsten Tage hatten wir einen perfekten Tag. Wir lieben es mehr von der Geschichte und der Kultur in anderen Ländern zu erfahren – Polonnaruwa ist dafür ein perfekter Ort 😊

Ein Tag in Polonnaruwa

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