Sossusvlei – die wahrscheinlich größten Dünen der Welt

Namibia steht für Vielfalt. Also durften auf unserer Route durch Namibia auch die Dünen von Sossusvlei nicht fehlen. Die Dünen von Sossusvlei befinden sich in der Namib Wüste. Seit 2013 sind die Dünen, die zu den größten der Welt gehören, UNESO-Weltkulturerbe

 

Sossusvlei und seine Dünen

Lange Zeit galt Sossusvlei als die Region mit den höchsten Dünen der Welt. Mit einem Höhenunterschied von bis zu 400 Metern trägt die Größte den Namen Big Daddy. Allerdings gab es im Jahr 2017 die Nachricht, dass im Oman eine noch Höhere gefunden wurde. Ob nun größte Dünen der Welt oder nicht – die Gegend gehört definitiv zu den eindrucksvollsten Regionen der Welt, sodass unsere Route unweigerlich dorthin führen musste – und das trotz nur weniger Zeit. 

Die Anfahrt 

Schon bei der Planung unserer Namibia Reise graute es uns vor der Fahrt nach Sossusvlei. In vielen Blogs und Foren lasen wir von überaus schlechten Straßen und einer teilweise bis zu zehnstündigen Fahrt. Aus diesem Grund verließen wir Swakopmund und unsere Unterkunft am frühen Morgen. 

Also auf zum nächsten Highlight unserer Reise – in Namibia erlebten wir innerhalb kurzer Zeit so viele atemberaubende Dinge. Teilweise mussten wir uns wirklich kneifen, um zu realisieren, dass alles wahr ist. Noch heute gehört unsere Reise nach Namibia zu den eindrucksvollsten Erlebnissen unserer Reisen. Auch wenn wir bereits viele Länder gesehen haben, gehört Namibia zu unseren Lieblingszielen (auch wenn eine Bewertung relativ schwer ist, da jedes, wirklich jedes Land, etwas zu bieten hat).

 

Zwischenstopp in Solitaire 

Abgesehen von einer echt atemberaubenden Landschaft bietet die Strecke von Swakopmund nach Sossusvlei nicht viel. Deshalb – Volltanken in Swakopmund. Die nächste Möglichkeit für einen angenehmen Zwischenstopp mit Verpflegung und Tanken bietet sich in Solitaire. Der Rastplatz ist überaus beliebt und bekannt – überall befinden sich Autowracks und der Apfelkuchen der Bäckerei gehört wohl zu den besten und beliebtesten im ganzen südlichen Afrika.

 

Ankunft auf unserer Campsite 

Schneller als erwartet, kamen wir früh nachmittags an der Rezeption unserer Unterkunft an. Unerwartet begrüßte uns allerdings zunächst kein Mensch – vielmehr kam sofort ein Springbock zu unserem Auto gerannt, um uns zu begrüßen. Sowas hatten wir bis dahin auch noch nicht erlebt – schließlich kannten wir die scheuen Tiere nur von unseren Safaris. Der Besitzer teilte uns mit, dass der Springbock in Freiheit lebt (es gibt schließlich auch keinerlei Zäune), aber immer wieder auf seine Farm zurückkehrt – irgendwie süß 🙂

Springbock in Sossusvlei Namibia

 

Nach einer kurzen Streicheleinheit für unseren neuen Freund, checkten wir an der Rezeption ein. Dort wurde uns mitgeteilt, dass unsere Campsite einige Kilometer entfernt ist – ausgerüstet mit einer Wanderkarte ging es zurück ins Auto und ab zu unserer Campsite

Unser Weg zum Campsite

 

Wir hatten für eine Nacht die Naukluft Campsite gebucht. Die Nacht kostete übrigens 250 Namibia Dollar pro Person (das sind 15 Euro pro Person für die Campsite). In der Umgebung gibt es einige tolle Trails, für die wir leider keine Zeit hatten. Allerdings soll der Ausblick über den Naukluft Nationalpark atemberaubend sein. 

Nach einigen Minuten Fahrt kamen wir dann an einer einsamen Campsite an. Sofort wurden wir von einem Mitarbeiter eingewiesen. Unser Campsite hatte eine eigene Feuerstelle, eine eigene Toilette und war ansonsten sehr einsam gelegen. Andere Camper sahen wir keine – wie so oft in Namibia gab es nur uns, unser Auto und die beeindruckende, wilde afrikanische Natur. 

Nachdem unser Zelt aufgebaut war, fuhren wir direkt los Richtung Sossusvlei. Denn wir wollten unbedingt noch den Sonnenuntergang bei den Dünen genießen. Schließlich hatten wir nur eine Nacht dort gebucht, da es bereits in zwei Tagen von Windhoek zurück nach Frankfurt gehen sollte. 

 

Deadvlei – der Hotspot in Sossusvlei  

Ursprünglich war unser Plan, den Sonnenuntergang in der Nähe des Deadvlei und den größten Dünen der Welt zu erleben. 

Bereits am Eingang des Parks wird ein Eintritt in Höhe von 80 Namibia Dollar pro Person (ca. 5 Euro) fällig. Von Sesriem und dem dazugehörigen Camp sind es dann ungefähr eine weitere Stunde Fahrt bis zum Eingang zu den Dünen (im Nationalpark herrscht ein Geschwindigkeitslimit von 60km/h). Personen mit 4×4 können vom Shuttle-Parkplatz alleine weiterfahren, während alle anderen Reisenden mit normalem SUV auf einen Transfer angewiesen sind

Da wir mit einem Toyota SUV unterwegs waren, wollten wir den Shuttle in Anspruch nehmen. Dieser soll 130 Namibia Dollar pro Person kosten und alle Reisenden zu den Hot Spots rund um die größten Dünen der Welt bringen – unter anderem das Deadvlei. 

Als wir ankamen – der Schock. Auf dem Shuttle-Parkplatz standen nur noch die Fahrzeuge – keine Fahrer weit und breit. Dann der noch größerere Schock – auf einem Schild stand, dass der letzte Shuttle 10 Minuten vor unserer Ankunft gefahren ist. Leider war auch kein anderer Tourist weit und breit, der uns hätte mitnehmen können. Also hatten wir die Qual der Wahl – zu Fuß die vier Kilometer gehen oder eine andere Düne besichtigen. 

Letztendlich stand die Dämmerung kurz bevor und wir hielten es nicht für unsere beste Idee, im Dunkeln alleine durch die Wüste zurückzulaufen. Aus diesem Grund entschieden wir uns für den Sonnenuntergang auf der Dune 45, die bereits vor dem Shuttleparkplatz liegt und somit auch mit SUV erreichbar ist. 

Doch eins steht fest: wir werden wiederkommen! Und dann werden wir definitiv Sossusvleis größte Dünen und das Deadvlei besuchen. Da hält uns keine Öffnungszeit, kein Toyota SUV und auch sonst nichts von ab!

 

Wanderung auf die Düne 45 

Also auf zur Dune 45 – irgendwie ein Ersatz, aber irgendwie auch nicht. Denn ein Besuch war bereits im Voraus geplant. Die wunderschöne Düne soll aus Sand bestehen, der bis zu fünf Millionen Jahre alt ist – irgendwie eindrucksvoll.

Angekommen, Auto geparkt und nun – na klar, ab auf die Düne! Keine Menschenseele weit und breit ging es für uns rauf auf die einzigartige Sandformation.

Düne 45 in Sossusvlei
Der Weg auf die Düne 45 in Sossusvlei

 

Anstrengender, als wir dachten …

Schöner, als wir erwarteten …

Oben angekommen, erwartete uns ein unfassbar schöner Ausblick über unzählige weitere Dünen – allein deswegen hat sich der anstrengende Trip nach Sossusvlei trotz wenig Zeit bereits gelohnt. Denn in dieser Form haben wir die Dünen noch nie gesehen – die Höhe war einfach nicht vergleichbar mit unserer Nacht in den Dünen der Sahara in Marokko. Zwei eindrucksvolle Erfahrungen, die trotz gewisser Ähnlichkeit unterschiedlicher nicht sein können. Einen weiteren Vorteil hatte die Dune 45 übrigens noch – im Gegensatz zur viel besuchten Big Daddy hatten wir den Sandberg für uns ganz alleine. Naja fast – ein Gemsbock und zahlreiche Nebeltrinker-Käfer, die sich die Düne runterrollten.

Die Dünen von Sossusvlei
Sossusvlei und der Nebeltrinker-Käfer

 

Beim Rückweg nach unten, wählten wir übrigens auch die Variante Querfeldein – in einem Sprint ging es innerhalb weniger Sekunden bis nach unten. 

Knochen heile geblieben, aber alles voller Sand 😀 

Noch ein paar Fotos von den Bäumen rund um die Dune 45 (unser kleines eigenes Deadvlei) und zurück in unsere Unterkunft – nach einer ca. 1,5 stündigen Fahrt im Dunkeln über Schlaglöcher und Steine kamen wir, dann doch relativ geschafft, an unserer Campsite an. 

 

Unser Fazit 

Sossusvlei und die Umgebung lohnen sich – und zwar so richtig. Trotz eines anstrengenden Trips für einen Tag von Swakopmund bis nach Sossusvlei würden wir es wieder so machen. Leider hatten wir nicht mehr Zeit, doch allein die Aussicht von der Düne 45 hat sich gelohnt. 

Allerdings solltet ihr euch definitiv mehr Zeit nehmen – schließlich war unser Plan auch etwas aus der Zeitnot geboren. Gerade mit der eindrucksvollen Umgebung wie dem Naukluft Nationalpark und Sossusvlei könnt ihr gut und gerne drei Tage voller Abwechslung dort verbringen. Beim nächsten Mal kommen wir mit mehr Zeit zurück – dann steht ein weiteres Mal Sossusvlei ganz oben auf unsere Liste – zusammen mit vielen weiteren Ecken Namibias, die wir bei unserer ersten Reise nicht entdecken konnten. 

Die Dünen von Sossusvlei

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