Reiseziel Kanaren

Allgemeine Infos über die Kanaren 

Die Kanaren

Die Kanaren sind eine Inselgruppe, die insgesamt sieben Inseln (mit eigener Verwaltung) und einige weitere kleine Inseln umfasst. Politisch gehören die Kanaren zu Spanien – auch wenn die geografische Lage etwas anders aussieht. Denn die Kanarischen Inseln liegen unmittelbar vor der afrikanischen Küste – genauer gesagt vor der Küste Marokkos. Teilweise liegen nicht viel mehr als 100 Kilometer zwischen dem marokkanischen Festland und der küstennächsten Insel Lanzarote. 

Der Bekanntheitsgrad und auch der touristische Ansturm auf die einzelnen Inseln unterscheiden sich stark. Pauschaltourismus bis Individualreise – von Gran Canaria bis El Hierro – je nach Geschmack gibt es also für Jeden das richtige Reiseziel.

Die größte Insel der Kanaren ist Teneriffa. Mit über 2000 Quadratkilometern bietet Teneriffa wirklich viel – sogar viel mehr als wir ursprünglich erwartet haben. Doch dazu an anderer Stelle mehr. Danach kommen Fuerteventura und Gran Canaria. Diese drei Inseln sind zugleich diejenigen mit einer ausgeprägten touristischen Infrastruktur. Jahr für Jahr strömen unzählige Menschen, vor allem Europäer, auf die beliebten Inseln im Atlantik. 

Komplettiert wird das Terzett von den Inseln Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro. 

Doch nicht nur hinsichtlich der Größe und Beliebtheit unterscheiden sich die Inseln – denn diese sind auch unterschiedlich alt. Mit sage und schreibe ca. 22. Millionen Jahren ist die Insel Fuerteventura die älteste Kanareninsel.  Die Inseln sind übrigens alle vulkanischen Ursprungs. Verschiedene Eruptionen, Trümmerlawinen und weitere Explosionen führten letztendlich zum Erscheinungsbild der heutigen Kanaren. Übrigens ist ein Teil der Inseln noch heute vulkanisch aktiv. 

 

Die beste Reisezeit 

Wann kann man am besten auf die Kanaren reisen? Gibt es eine bevorzugte Reisezeit oder ist es quasi immer möglich, auf den Kanaren Urlaub zu machen? 

Leicht gesagt – eigentlich eignen sich die Kanarischen Inseln das ganze Jahr über für einen angenehmen Aufenthalt. Denn das Klima ist ganzjährig angenehm warm – aus diesem Grund suchen auch viele Europäer auf den Kanaren den Zufluchtsort im europäischen Winter. Denn selbst im Winter betragen die Temperaturen angenehme 15 – 25 Grad Celsius. Im Sommer sind es dann eher 20 – 30 Grad Celsius. 

Aus diesem Grund werden die Kanaren auch als Inseln des ewigen Frühlings bezeichnet – denn es weht ein angenehmer Wind, der verhindert, dass die heißen Winde der nahen Sahara auch die Kanaren in ihren Bann ziehen. Es kommt also immer darauf an, was für einen Urlaub ihr euch vorstellt – grundsätzlich gilt aber eins: ein Kanarenurlaub ist das ganze Jahr über möglich. 

Surfer können vor allem im Winter die herrlichen Wellen ausprobieren, während für das Tauchen und Schnorcheln der Sommer die bessere Jahreszeit ist. Schließlich ist dann das Meer ruhiger, sodass ihr die atemberaubende Tierwelt mit Delfinen und Walen beobachten könnt. 

 

Tipps zur Anreise 

Blick auf den Pico el Teide

Zur Anreise gibt es nicht viel zu sagen – als beliebtes Urlaubsdomizil der Deutschen sind die Kanaren von jedem deutschen Flughafen problemlos erreichbar. Auf Skyscanner findet ihr definitiv schnell einen Flug – mit etwas Glück auch eine preiswerte Variante. Unsere Flüge haben wir kurzfristig für 300 Euro pro Person bekommen – wer aber etwas weiter im Voraus plant, kann dies deutlich unterbieten. Wer von Insel zu Insel fahren möchte, kann wiederum fliegen bzw. mit Fähre oder Segelboot übersetzen. 

 

Fortbewegung & Unterkünfte 

Wer mehr von den Inseln sehen will, sollte sich einen Mietwagen ausleihen. Wir haben unseren Kleinwagen wie immer über Check24 gebucht – für acht Tage haben wir weniger als 100 Euro bezahlt. Dafür könnt ihr die ganze Insel (bei uns war es Teneriffa) auf die eigene Faust erkunden – und auch das Tanken macht deutlich mehr Spaß als in Deutschland. Denn bei unserem Aufenthalt im Juni 2019 zahlten wir für einen Liter Super ca. 1 Euro. 

Busse, Fähren oder Inlandsflüge (von Insel zu Insel) haben wir nicht ausprobiert. Hier gibt es jedoch einige Infos zu diesen Möglichkeiten der Fortbewegung. 

Mit dem kanarischen Bus von einem Ort zum anderen

Unterkünfte gibt es auf den Haupt-Kanareninseln wie Sand am Meer – für jeden Geschmack ist das Richtige dabei. Wir haben uns für eine Ferienwohnung im Norden der Insel entschieden. Und wir wurden nicht enttäuscht. Denn der Süden und Westen ist sehr touristisch. In unserem kleinen Dorf in der Nähe von Los Silos im Nordwesten von Teneriffa gab es keinen anderen Touristen – zumindest haben wir keinen gesehen :D. Selbst wenn ihr also auf den touristischen Kanareninseln einen Aufenthalt fernab vom Tourismus erleben wollt, gibt es diese Möglichkeit – ihr müsst nur gut genug suchen. 

Wir haben übrigens eine günstige und äußerst geräumige Ferienwohnung hier gebucht. Einzig allein das Sofa war etwas unbequem, aber dort wollten wir sowieso keine Zeit verbringen. Für acht Tage zahlten wir 250 Euro – also nicht mehr als etwas über 30 Euro pro Nacht.

 

Die Kosten auf den Kanaren

Die Kanaren gehören trotz der geografischen Lage politisch zu Spanien – demzufolge sind auch die Preise auf europäischem Niveau. Grundsätzlich gebt ihr also ähnlich viel Geld aus wie in Deutschland. Eine Ausnahme ist wie oben beschrieben das Tanken – denn dies ist günstiger als hierzulande. 

Darüber hinaus gibt es im Supermarkt auch die Möglichkeit, heimisches Gemüse und Obst günstiger zu kaufen. Grundsätzlich ist es wie überall auf der Welt – desto näher ihr euch an den touristischen Hotspots befindet, desto mehr Geld werdet ihr ausgeben. Fernab von den Touristenzentren ist das Einkaufen deutlich günstiger möglich. In unserem Dorf im Norden haben wir beispielsweise bei einem Bäcker zwei Baguettes gekauft – für 70 Cent. Dafür hätten wir in Deutschland vielleicht ein halbes Stück gemeinsam mit einem müden Lächeln bekommen. 

 

Gesundheit und Sicherheit auf den Kanaren 

Eine ansprechende Gesundheitsversorgung ist überall auf den Kanaren gewährleistet. Bei dringenden Behandlungen haben alle deutschen Versicherten einen Anspruch auf medizinische Versorgung durch ansässige Ärzte und Krankenhäuser. Auch deutsche Ärzte gibt es einige auf den Kanaren. 

Auf Teneriffa ist zum Beispiel das Deutsche Ärzte Zentrum ein Anlaufzentrum bei Krankheit im Urlaub.

Die Kanaren sind ein überaus sicheres Reiseziel. Wer mehr darüber wissen will, kann dies beim Auswärtigen Amt nachlesen. Bedenken nach Spanien bzw. auf die Kanaren zu reisen, muss niemand haben. 

 

Sprache und Kultur 

Als spanisches Hoheitsgebiet ist selbstverständlich auch auf den Kanaren die Amtssprache Spanisch. Doch was merkten wir auf den Kanaren? Irgendwie klingt alles anders – aus Adiós wird Adio und aus Gracias wird Gracia. Denn die Einheimischen sprechen einen Dialekt – das sogenannte kanarische Spanisch. Wer Spanisch kann, kann sich selbstverständlich ohne Probleme auf den Kanaren verständigen – auch Englisch spricht ein großer Teil der Bevölkerung. 

Die Inseln der Kanaren sind überwiegend römisch-katholisch geprägt. Auch wenn es verschiedene Mythen, Rituale und Verhaltensweisen gibt, merkt man doch eins – die Menschen auf den Kanaren sind uns als Europäer ähnlich – bis auf die Gelassenheit – denn die unterscheidet das Leben in den meisten Ländern der Welt von unserer Heimat. Große kulturelle Unterschiede gibt es nicht. Übrigens wächst die Bevölkerung kontinuierlich. Ebenso wie in ganz Spanien steigt seit den 70er Jahren die Bevölkerungszahl auf den Kanaren stetig – mittlerweile wohnen über 2 Millionen Menschen auf den Kanaren – Tendenz steigend. 

 

Tipps für die Wahl der richtigen Insel 

Wer übrigens nicht weiß, auf welche Insel der Kanaren es gehen soll, kann auf diesen Beitrag vorbeischauen. Denn dort wird erklärt, welche Insel welche Vorteile bietet und sich für welche Art für Urlaub am besten eignet. Dann geht ihr auf Nummer sicher, dass die Insel auch zu euch passt. Aus persönlicher Sicht können wir sagen, dass Teneriffa auch für einen Aktivurlaub fernab vom Tourismus genau das Richtige ist – denn die Insel hat uns deutlich mehr geboten, als wir ursprünglich erwartet hatten. 

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