Namibia – warum wir wiederkommen … 

Selbstverständlich gibt es auch und gerade für Namibia eine Liste mit Orten, warum wir auf jeden Fall erneut nach Namibia reisen. Denn das Land ist mit unterschiedlichen Vegetationen und Landschaften, aufregenden Städten sowie der afrikanischen Tierwelt ein besonders vielfältiges Reiseziel

Leider hatten wir bei unserem ersten Aufenthalt in Namibia nur 12 Tage Zeit. In diesen zwölf Tagen haben wir eine Menge gesehen und einzigartige Erlebnisse gehabt. Nichtsdestotrotz bietet Namibia noch sooooo viel mehr – aber seht doch selbst!

 

Der Namib Naukluft Nationalpark & Sossusvlei 

Mit einem Alter von über 100 Jahren gehört der Namib Naukluft Nationalpark zu den ältesten Schutzregionen in Namibia. Zudem ist der fast 50.000 Quadratmeter große Nationalpark einer der Größten der Welt. 

Der Älteste ist übrigens der bekannte Yellowstone-Nationalpark in den USA. Dem steht der 1907 gegründete Namib Naukluft NP gar nicht um soviel nach. 

Nur ein kleiner Teil des Nationalparks ist überhaupt für den Menschen zugänglich – dieser reicht jedoch aus, um einprägsame Wanderungen bis auf eine Höhe von 2000 Meter im Naukluftgebirge zu unternehmen. Darüber hinaus gehört auch Sossusvlei zum begehbaren Teil des Nationalparks.

Bei unserer letzten Namibiareise sind wir für einen Tag nach Sossusvlei gefahren – leider hatten wir nicht mehr Zeit. Dort konnten wir schon die Schönheit des Gebirges erahnen. Zudem wurden uns in unserer Unterkunft zahlreiche Trekkingpfade empfohlen. Beim nächsten Mal in Namibia werden wir mehr Zeit dort verbringen – dann werden wir Wandern, die Dünen abermals besteigen und einfach Afrika genießen. 

 

Der Fish River Canyon

Ganz im Süden von Namibia liegt der Fish River Canyon. Da es von Sossusvlei noch über 600 Kilometer und somit dank der namibianischen Straßenverhältnisse 7-10 Stunden Fahrt sind, war es für uns nicht möglich, den Fish River Canyon zu besuchen. Andernfalls hätten wir dort definitiv einen Stopp gemacht. 

Mit einer Länge von über 150 und einer Breite von 30 Kilometern ist dieser Canyon der zweitgrößte seiner Art. Nur der Grand Canyon in den USA ist noch größer. Bis zu 550 Meter ist der Canyon tief. Direkt an der Straße soll sich ein toller Aussichtspunkt befinden, von dem ihr den Blick weit über die zerklüftete Landschaft schweifen lassen könnt. Zudem gibt es im afrikanischen Winter einen Wanderweg, der durch die Schlucht führt. In 3-5 Tagen ist es möglich, weite Teile des Fish River Canyons zu durchlaufen. Mit genügend Zeit unternehmen wir beim nächsten Mal einen solchen Trek – bestimmt erlebt man den Canyon noch intensiver, wenn wir ihn nur mit Rucksack und unseren eigenen Füßen durchqueren. 

Zum Ausruhen und Entspannen gibt es dann anschließend ein Bad in den heißen Quellen im Canyon, die sich in Ai-Ais befinden. Von dort aus starten auch die meisten Wanderwege. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl unterschiedlicher View-Points und Picknickplätze mit großartiger Aussicht. Für einen mehrtägigen Aufenthalt bietet der Fish River Canyon Abwechslung und Abenteuer im Süden Namibias. 

 

Die Tirasberge 

Die Tirasberge sind ein Gebirge im Süden von Namibia. An diesem Fleckchen Erde ist das Besondere, dass sich vier verschiedene Landschaften treffen. Wüste und Berge, rote Dünen und felsige Steine – dieser Kontrast muss beeindruckend sein. Darüber hinaus eignet sich das Tirasgebirge für spannende Wanderungen. Dabei könnt ihr die afrikanische Weite bewundern und mit etwas Glück Straußen und Pferden beim Grasen zuschauen. 

Gerade in Afrika lieben wir die Naturidylle und die Ruhe. Deshalb werden wir bestimmt auch zu den Tirasbergen fahren. Eine Nacht in den afrikanischen Bergen – klingt doch verlockend, oder nicht? Einsame Unterkünfte in den Bergen und idyllische Ausblicke – genau das, was wir wollen und warum uns die Spitzkoppe in Namibia so gut gefallen hat. 

 

Damaraland & Twyfelfontain 

Die Damara sind eine Bevölkerungsgruppe in Namibia. Die weitflächige Region wurde nach dieser Bevölkerungsgruppe benannt, da sich die Damara zu Zeiten der Apartheid in diese Region zurückzogen. Mit den verschiedenen Tafelbergen eignet sich das Damaraland ideal zum Wandern und Erholen. 

Doch nicht nur die Vegetation oder die Landschaft sind die Gründe, warum wir irgendwann dorthin reisen möchten. Denn es gibt in ganz Afrika nur in zwei Regionen die seltenen Wüstenelefanten – eine dieser Regionen ist eben das Damaraland. Mit etwas Glück könnt ihr also dort die Wüstenelefanten entdecken. Diese laufen übrigens jeden Tag bis zu 70!!! Kilometer, um Wasser zu finden – denn dies ist naturgemäß in der Wüste und in Namibia knapp. Doch die Wüstenelefanten haben sich noch eine ganz andere Technik angeeignet. Mit ihrem Rüssel graben sie im Sand nach Wasser – dabei hilft ihnen ihr hervorragender Geruchssinn und das ausgeprägte Gedächtnis. 

Die Gegend rund um Twyfelfontain befindet sich ebenso im Damaraland. Dort gibt es über 5000 Jahre alte Felszeichnungen und fossile Überreste alter Urwälder. Zudem sind die sogenannten Orgelpfeifen ein beliebtes Fotomotiv. Dabei handelt es sich um Säulen aus Basaltstein. 

 

Waterberg 

Der Waterberg und seine Umgebung bilden einen Nationalpark in Namibia, der seit fast 50 Jahren besteht. Der Park wurde gegründet, um bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu retten. Aus diesem Grund gibt es rund um den Waterberg Breitmaulnashörner, afrikanische Büffel und verschiedene Antilopenarten. Zudem gibt es zahlreiche Vögel. Vor allem die vom Aussterben bedrohten Kapgeier sind am Waterberg zuhause. 

Den Nationalpark durchziehen zahlreiche Wanderwege, die ihr auf eigene Faust erkunden könnt. Auch Pirschfahrten werden dort angeboten. Das Highlight ist der sogenannte Rhino Walk. Dabei geht ihr zu Fuß in Begleitung von einem Ranger auf die Suche nach den Nashörnern.

Darüber hinaus ist der Waterberg auch aus historischen Gründen ein Highlight in Namibia. Denn dort fand im Jahr 1904 die bekannte Schlacht zwischen deutschen Schutztruppen und der Bevölkerungsgruppe der Herero statt. Wenn ihr am Waterberg seid, könnt ihr über den History Path wandern und verschiedene historische Stätten und Informationstafeln besichtigen. 

 

Keetmanshoop 

Weit im Süden von Namibia befindet sich Keetmanshoop. Doch nicht der Ort selbst ist das Highlight dieser Gegend. Denn dort befindet sich auch der Köcherbaumwald, der 1955 zum nationalen Denkmal erklärt wurde. Die einzigartigen Köcherbäume stehen im Normalfall relativ isoliert. An diesem Ort gibt es allerdings eine Vielzahl der Bäume. Diese sind extrem widerstandsfähig und können selbst in trockenen Gegenden und Halbwüsten überleben. 

Wenn wir sowieso in den namibianischen Süden reisen, werden wir wohl auch dort einen Stopp machen. Zu außergewöhnlich sieht der Köcherbaumwald auf Fotos bereits aus. 

Um ein paar schöne Fotos und mehr Informationen über den Köcherwald zu erhalten, schaut doch einfach mal auf dem Blog Reisespatz vorbei.

 

Das Erongo Gebirge 

Auch das Erongo Gebirge in Namibia ist einen Besuch wert. Die gesamte Bergformation liegt im Damaraland. Das Gebirge gibt der gesamten Region ihren Namen – die Erongo Region. Der höchste Gipfel dort ist 2319 Meter hoch

Im Erongo Gebirge lebt das schwarze Nashorn, das zu den Spitzmaulnashörnern zählt. Zudem ist insbesondere das Hartmann’s Bergzebra typisch für die Erongo Region. Allein deswegen würden wir dahinfahren – denn bei unserem Aufenthalt im Etosha haben wir unzählige Zebras gesehen. Allerdings gab es in unserem Buch über den Etosha NP Abbildungen von zwei verschiedenen Arten von Zebras – die eine war das Hartmann Bergzebra – und dieses haben wir leider nicht gesehen – glauben wir zumindest! 😀

Das Gebirge ist 130 Millionen Jahre alt und vulkanischen Ursprung. Die einsame und weitläufige Region lädt zum Wandern und Genießen ein. Insbesondere die Phillip‘s Höhle und die Bull’s Party sind bekannte Sehenswürdigkeiten. Dort gibt es beeindruckende Felsformationen und geschichtliche Zeugnisse der Bushmänner. Das dritte Highlight der Region ist die Spitzkoppe – da uns die Einsamkeit und die Idylle dort überaus gut gefallen hat, ist auch die weitere Erongo Region auf unserer Bucket-List für die nächste Namibia Reise. 

 

Lüderitz 

Direkt an der Lüderitzbucht befindet sich die gleichnamige Hafenstadt Lüderitz. Mit einer Einwohnerzahl von etwas über 12.000 Einwohnern handelt es sich um eine kleine, überschaubare Stadt. Doch diese Stadt verfügt über eine eindrucksvolle Geschichte – denn sie wurde bereits 1883 gegründet. 

Der Name der Stadt stammt übrigens von dem deutschen Tabakhändler Adolf Lüderitz. Als er 1883 in der Region ankam, wollte er das unbesiedelte Land kaufen, um nach Bodenschätzen zu suchen. Allerdings war die Suche vergeblich – in finanzielle Schwierigkeiten gekommen, musste er das Land an die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika verkaufen. Nach dem Tod von Lüderitz wurde die Bucht nach ihm benannt. 

Übrigens wurden ca. 30 Jahre nach dem Tod von Lüderitz Diamanten gefunden – es gab also doch Bodenschätze. Adolf Lüderitz hatte sie einfach nicht gefunden. 

Bei einem Besuch in Lüderitz könnt ihr abends am Wasser sitzen und den Sonnenuntergang genießen. Wenn ihr Glück habt, seht ihr Delfine vorbeischwimmen. Darüber hinaus gibt es auf den Inseln vor der Bucht, noch mehr aus der Tierwelt zu beobachten. Denn dort leben Seebären und Brillenpinguine.  Wer also im Süden Namibias verweilt, sollte einen Stopp in Lüderitz einlegen. 

Neben der einzigartigen Fauna ist es möglich, die Geisterstadt Kolmannskuppe zu besuchen. Darüber hinaus merkt ihr bei einem Spaziergang durch die Stadt wie sehr Lüderitz einem deutschen Ort ähnelt. Das Gleiche, was wir in Swakopmund bemerkten, soll auch ein Lüderitz vorherrschen – eine unverkennbare deutsche Vergangenheit. In der Umgebung von Lüderitz befindet sich zudem der Diaz Point – mehr dazu gibt es auf dem Blog Travel Forever.

 

Zurück in den Etosha und nach Walvis Bay

Doch wir werden bei unserer nächsten Reise nicht nur neue Sachen unternehmen – denn dafür haben uns bereits unsere erste Reise und die entdeckten Orte zu gut gefallen. Da wir vor allem die Tierwelt lieben, führt für uns kein Weg am Etosha Nationalpark vorbei.

Der Etosha Nationalpark in Namibia

Und Walvis Bay – unsere Kajaktour war DAS HIGHLIGHT unserer ersten Reise. Auf jeden Fall wiederholen wir den Ausflug – denn wir bekamen bereits beim ersten Mal nicht genug von den tausenden verspielten Robben. 

Kajak Tour bei Walvis Bay und Swakopmund

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