Sehenswürdigkeiten in Yangon – die Hauptstadt Myanmars

Nach unserem kleinen Zwischenstopp in Kinpun, ging es für uns weiter in die Hauptstadt Myanmars – nach Yangon. Nach wunderschöner Natur und unglaublicher Freundlichkeit wurden wir nun mit dem typischen Großstadtleben konfrontiert: Hektischer Verkehr, gestresste Menschen und ein lauter Geräuschpegel. Wir verbrachten zwei Nächte in der Hauptstadt – damit lagen wir auch vollkommen richtig.

Die Hauptstadt Yangon

 

Allgemeine Infos über Yangon

Das ehemalige Rangun ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Myanmars. Mit ca. fünf Millionen Einwohnern und einer Fläche von 576 Quadratkilometern bildet Yangon das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Stadt bietet eine große Anzahl an Pagoden, grünen Parks und vielen Restaurants. Zack, eines von jedem und schon haben wir unsere „TOP 3 Sehenswürdigkeiten“ – dazu gleich mehr. Yangon besitzt einen internationalen Flughafen, aufgrunddessen ist es auch für die Meisten der Ausgangspunkt einer Reise durch Myanmar.

 

Anreise nach Yangon

Wie schon gesagt, mit dem Flugzeug funktioniert das ganz einfach. Schaut einfach mal bei Skyscanner für die besten Flüge vorbei. Auch mit dem Bus ist Yangon von den meisten Orten, wie zum Beispiel Bagan oder Hpa-an, gut erreichbar. Wir verbrachten die Zeit zuvor in Kinpun und entschieden uns von dort aus ebenfalls, mit dem Bus weiter nach Yangon zu reisen. In Myanmar ist das mit den Bustickets wirklich einfach. Man fragt in der Unterkunft nach einem Bus, die Mitarbeiter tätigen schnell einen Anruf und schon hat man ein Ticket sicher. In den meisten Fällen wurden wir sogar direkt vom Hotel abgeholt.

So war es auch in Kinpun – am frühen Morgen wurden wir von unserem Bus abgeholt und fuhren ca. 3,5 Stunden weiter nach Yangon. Dort wurden wir an der, etwas außerhalb liegenden, Busstation herausgelassen. Also schnappten wir uns das nächste Taxi und fuhren eine weitere Stunde für ca. 12 Euro zu unserer Unterkunft im Zentrum von Yangon.

 

Unsere Unterkunft in Yangon

Wir haben zwei Nächte im Beauty Land Hotel verbracht und können es nur wärmstens weiterempfehlen! Viele Sehenswürdigkeiten waren fußläufig gut erreichbar und trotzdem war es angenehm ruhig. Wir hatten tolles Frühstück inklusive und sogar der Wasserdruck der Dusche war phänomenal – unsere neue Definition von Luxus!

 

Fortbewegung in Yangon

Der Besuch vieler Sehenswürdigkeiten lässt sich prima mit einem Spaziergang verbinden – und wenn wir dann doch mal etwas fauler waren, schnappten wir uns das nächste Taxi. Für die meisten Strecken innerhalb der Stadt zahlten wir zwischen zwei bis drei Euro. Unsere Lieblingsapp aus Thailand „Grab“ konnten wir auch in Yangon nutzen. Einwandfrei funktionierte dies nicht immer – für die längeren Strecken, wie zum Beispiel zurück zur Busstation, machte sich die App aber mal wieder nützlich.

 

Das Klima in Yangon

Das Klima in Yangon wird vom Monsun bestimmt. Somit sind die Monate von Mai bis Oktober die Regenreichsten. Zwischen Juni und August regnet es mit durchschnittlich 25 Tagen fast täglich. In den anderen Monaten kann es hingegen sehr heiß werden, sodass ein Stadtbummel bei bis zu 35° Celcius schon ziemlich anstrengend werden kann. Die beste Reisezeit für einen Besuch in Yangon ist somit von Oktober – Januar.

 

MonatJFMAMJJASOND
Durchschn. Tagestemperatur323536373330303030323232
Niederschlag Tage/Monat001214252626201141

 

Sehenswürdigkeiten in Yangon

Wenn man schon in der Hauptstadt ist, gibt es einige Tipps & Sehenswürdigkeiten in Yangon. Wirklich umgehauen hat uns davon allerdings nur eine :-).

 

Der Peoples Park

Eine schöne Abwechslung war für uns der Besuch im Peoples Park. Die zunächst eher unscheinbare, aber sehr gepflegte Parkanlage entwickelte sich zu einem amüsanten, kleinen Vergnügungspark. Zuerst durchquerten wir eine bunte, trubelige Spielhalle – Wer also Lust auf Dosenwerfen, Basketballkörbe oder 4D Kino hat, ist hier genau richtig. Im Anschluss erreichten wir den eigentlichen Freizeitpark. Der Eintritt beträgt 3 Euro pro Person. Unser Spaziergang ging vorbei an mehreren Fahrgeschäften, kleinen Seen und verschiedenen Parkabschnitten, wie zum Beispiel dem „Liebespark“. Wir fanden den Abstecher in den Peoples Park ganz nett – allerdings würden wir ihn nicht als „must see“ bezeichnen.

 

Bogyoke Aung San Market

Ich freute mich sehr auf den Bummel durch den Markt – unzählige Souvenirs, günstige Klamotten und viel Schnick-Schnack. Zu früh gefreut – der Markt besteht zum größten Teil aus Stoffen und Schmuck. Wenn du dir einen Longy für die Tempelbesichtigungen zulegen möchtest, bist du hier hingegen genau richtig. Ein paar wenige Souvenirs haben wir auch gefunden, für uns hat sich der Besuch allerdings überhaupt nicht gelohnt. Auch möglich, dass wir einfach in der falschen Ecke gesucht haben.

Markt in Yangon

 

Kandawgyi Lake

Direkt vor unserer Haustür begrüßte uns der ruhige Kandawgyi Lake – perfekt für einen Morgenlauf um den schönen See herum! Neben vielen anderen Sportfreunden trafen wir auch auf kleine „Outdoorgyms“. Außerdem werden in den Morgenstunden verschiedene Sporteinheiten mit Musik angeboten. Die grüne Parkanlage eignet sich ebenfalls für ein schönes Picknick. Dabei lassen sich die harmonischen Wasserspiele mit Blick auf den goldenen Karaweik Palace beobachten. Für uns definitiv ein Ort zum Wohlfühlen!

See in Yangon

 

Sule Pagode

Inmitten eines chaotischen Kreisverkehrs findet man die ca. 2500 Jahre alte Sule-Pagode. Diese zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Yangon. Leider ist sie dafür gar nicht mal so spektakulär. Mit ihren 48 Metern ist sie nur halb so groß wie die sehenswerte Shwedagon Pagode und deutlich unscheinbarer.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 6-20 Uhr.

 

Maha Bandula Park

Auch von dem öffentlichen Maha Bandula Park wurden wir eher weniger umgehauen. Das anliegenden Kolonialgebäude und das Independence Monument sind ganz schön anzusehen, das war es dann aber auch schon wieder.

Park in Yangon

 

Verschiedene Tempel in Yangon

Es gibt verschiedene Tempel in Yangon, die sicherlich schön anzusehen sind. Wir haben die letzte Zeit allerdings so viele verschiedene Anlagen gesehen, dass unser Tempelfieber sich irgendwie in Grenzen hielt.

Die Bekanntesten von ihnen sind:

  • Ngahtatgyi Tempel
  • Swe Taw Myat Pagode
  • Maha-Wizaya Pagode
  • Kyaikkhauk Pagode
  • Botataung Pagode
  • Chaukhtatgyi Tempel

 

Die Shwedagon Pagode

Als wir vor der Shwedagon Pagode standen, waren wir sprachlos! So viele Pagoden haben wir auf unseren Reisen schon besichtigt und diese zählt definitiv zu einer der Schönsten! Die fast 100 Meter hohe und mit 60 Tonnen Gold versehene Pagode hat uns ziemlich in den Bann gezogen und darf bei einem Aufenthalt in Yangon – wir würden sogar sagen, auf einer Reise durch Myanmar – nicht fehlen! Besonders schön ist es es, wenn ihr die Pagode zum Sonnenuntergang besucht. Dabei ist 16:00 Uhr die perfekte Wahl! Ihr könnt die Pagode ganz in Ruhe im Tageslicht besichtigen und im Anschluss den schönen Sonnenuntergang hinter der gold funkelnden Pagode genießen!

Nebenbei: Es gibt Wasserbecken, an denen die Einheimischen (auch für Touristen erlaubt) beten. Genau genommen sind es sieben Stück – eins für jeden Wochentag. Wir haben uns zunächst gefragt, wieso an einem Donnerstag auch am Montag-, Dienstag- oder Mittwochbecken gebetet wird – aber darum geht es gar nicht. Jeder Einzelne betet an dem Wochentag, an dem er geboren wurde. Nach dem lohnenswerten Besuch der Pagode genossen wir noch den wundervollen Ausblick auf der Terrasse unserer Unterkunft. Einmalig schön!

 

Shwedagon Pagode in Yangon

 

Eintritt für die Shwedagon Pagode

Für Burmesen und Kinder unter fünf Jahren ist der Eintritt kostenfrei. Darüber hinaus kostet der Besuch 10 000 Kyat pro Person.

Wichtig: Wie gewöhnlich wird auch bei dem Besuch der Shwedagon Pagode schulter- und kniebedeckende Kleidung vorausgesetzt. Auch löchrige und enge Hosen sind nicht gern gesehen. Für einen kleinen Pfand lassen sich aber traditionelle Longys ausleihen 😊.

 

Öffnungszeiten der Shwedagon Pagode

Täglich von 04:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr abends.

 

Restaurants in Yangon

Schon aus Bangkok kannten wir das Nourish Cafe und wirklich die ganze Zeit haben wir uns auf eine weitere Mahlzeit dort gefreut! Eine tolle Atmosphäre im chaotischen Yangon und viele leckere Köstlichkeiten erwarten euch dort! Ganz zu schweigen von unserem Favoritensnack, dem Energieriegel – ein Traaaaauuum!

Cafe in Yangon

 

Unser Fazit zu Yangon

Ja Yangon, was sollen wir sagen – begeistert hast du uns definitiv nicht und bei einem Ranking unserer Lieblingsstädte stehst du sicherlich auch relativ weit unten. Aber würden wir den Aufenthalt in Yangon bei unserer Myanmarreise streichen? Nein! Grund dafür ist die einzigartige Shwedagon Pagode, die man gesehen haben muss! Außerdem kann man sich zusätzlich noch ein paar Energieriegel im Nourish Café gönnen!

Also, mochten wir Yangon? Nein.

Würden wir wiederkommen? Nicht unbedingt.

Gibt es viele Sehenwürdigkeiten in Yangon? Vielleicht eine Handvoll.

Können wir den Aufenthalt trotzdem empfehlen? Ja! Und das allein wegen der zwei zuvor genannten Highlights 😊.

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