Höhlenparadies – Hpa an

Die Gegend rund um Hpa an bietet eine große Anzahl von Höhlen. Jede von ihnen auf ihre Art & Weise besonders – kleiner, größer, bunter, natürlicher! Wir haben die Höhlen an mehreren Tagen besichtigt, um jede einzelne vollkommen genießen zu können.

 

Tag 1

An dem ersten Tag unserer Erkundungstour durch die Höhlen Hpa ans wurden wir bereits von der wunderschönen Natur begeistert. Umso weiter wir vom Zentrum weg fuhren, umso grüner und beeindruckender wurde die Umgebung. Der Weg ist das Ziel. Wir würden also nicht mal sagen, dass die Höhlen das große Highlight unserer Tour waren, sondern das Gesamtpaket: Mit dem Roller durch ursprüngliche Dörfer, an Fußball spielenden Kindern vorbei und dabei die ganze Zeit die wunderschöne Karstlandschaft vor Augen. Aber natürlich sind auch die Besuche der Höhlen in Hpa an absolut empfehlenswert.

 

Kaw Ka Thaung Cave

Die erste Höhle war die Kaw Ka Thaung Höhle. Wir wissen bis heute nicht, ob es an dem Besuch am Wochenende lag oder ein Fest vor Ort gefeiert wurde, aber es war ziemlich voll und laut. Von außen strahlten die Buddhafiguren, zwei Brunnen und die einzelnen Verzierungen an den Wänden in bunten, knalligen Farben. Im Höhleninneren warten noch weitere Buddhafiguren – rückblickend war diese allerdings im Vergleich mit anderen Höhlen nicht ganz so beeindruckend. Sehr sehenswert sind dagegen die unzähligen Statuen, welche die Höhle umranden 😊.

 

Saddan Cave

Vorbei an giftig grünen Reisfeldern ging es als nächstes zur Saddan Cave. Diese Höhle war für uns eine der schönsten Höhlen in Hpa an. Wunderschöne goldene Abbildungen an Wänden und die dazu stimmigen Buddhafiguren, ebenfalls vergoldet. Es handelt sich außerdem um eine der größten Höhlen in ganz Myanmar – 800 Meter tief geht es in die Dunkelheit hinein. Dabei überquerten wir eine tiefe Schlucht, wobei uns die Brücke nicht wirklich geheuer war. Die bunten Lampen weisen den den Weg vorbei an unzähligen Fledermäusen, die nicht zu überhören sind. Ein kleiner Gruselfaktor inklusive.

Zu unserem Zeitpunkt war es auch in dieser Höhle ziemlich voll, an anderen Tagen ist es dort sicherlich ziemlich dunkel – eine Taschenlampe ist also nicht verkehrt. Einige Meter nach der Fledermaus-Schlucht wird ein Schrein zu bestimmter Uhrzeit durch ein Loch von der Sonne angestrahlt – ein wunderschöner Anblick. Dort ist man dann auch fast am Ende der Höhle angekommen. Es gibt normalerweise die Möglichkeit für 6000 Kyat mit dem Boot zurück zum Eingang zu fahren. Da bei uns im November die Flussläufe leider vollständig ausgetrocknet waren, ging es zu Fuß zurück. Schuhe und Socken werden übrigens bei jeder Höhle am Eingang ausgezogen.

Eintritt: Von den Mönchen wird eine Spende von 1000 Kyat erwartet

Parkplatz: 500 Kyat pro Roller

 

Kyauk Ka Lat Pagode

Da wir viel Zeit in den Höhlen verbracht haben, machten wir uns bei Dämmerung zur Kyauk Ka Lat Pagode auf. Auch hier war einiges los – vieeeele Menschen, Shops und Trubel. Wir entschieden uns gegen das Betreten der Insel. Stattdessen war der Spaziergang um den See herum genau das Richtige. Eine ruhige Atmosphäre – die Sonne verschwindet hinter der Pagode, die Spiegelungen verändern sich minütlich und der Himmel färbt sich rosa – im Rücken die wunderschöne Landschaft des Mount Zwegabins. Es handelt sich um eine aktive Klosterstätte und rund um die Pagode gibt es noch weitere sehenswerte Bauwerke.

Am Abend wollten wir im Waterfall Village noch ein veganes Restaurant ausprobieren. Ein lauter Knall und das wars dann auch mit unserem Roller – Motorschaden. Zum Glück konnten wir unser Hotel und das Rollerunternehmen erreichen. „Sind in 20 Minuten da“ oder so ähnlich. Nach 40 Minuten riefen wir erneut an – weggedrückt. Wir standen im Nirgendwo und es wurde immer dunkler und dunkler. Nach weiteren 30 Minuten kam dann endlich jemand, der sich den Roller ansah. Weitere 30 Minuten vergingen, bis uns ein weiterer junger Mann einen neuen Roller brachte. Mit unserem Restaurant wurde es dann schließlich nichts mehr. Wir suchten uns in der Nähe unseres Hotels unser zukünftiges Stammrestaurant und fielen danach erschöpft ins Bett.

 

Das vegane Restaurant „Shwe Moe Thu“ im Waterfall Village haben wir übrigens auch noch ausprobiert. Das beste asiatische Essen, dass wir jemals gegessen haben!

 

Tag 2

Neuer Roller, neuer Tag.

 

Yathaypyan Cave

Nach unserer anstrengenden Wanderung auf den Mount Zwegabin zum Sonnenaufgang, legten wir uns zunächst noch einmal zwei Stündchen schlafen. Schließlich fuhren wir zur Yathaypyan Höhle. Diese bietet einen schönen Panoramablick über die Reisfelder – uns wurde dieser leider durch die vielen Reisebusse verwehrt. Die Höhle an sich ist mit dem vorgelegenen See, vielen Statuen und den Verzierungen an den Wänden ganz schön, kann für uns mit der nächsten, unserer Lieblingshöhle, aber nicht mithalten. *Trommelwirbel*😊

Eintritt: frei

Parkplatz: 500 Kyat pro Roller

 

Kawgon Cave

Für uns mit Abstand die schönste Höhle war die Kawgon Höhle. Diese erreichten wir in wenigen Minuten von der Yathaypyan Höhle. Begrüßt wurden wir von einer kleiner Gruppe Äffchen, die auf den Felsen spielten. Die Höhle an sich ist nicht besonders groß, besonders beeindruckend sind dafür die vielen Reliefs an den Wänden, die bis hoch an die Decke reichen. Mit was für einem Aufwand und Feingefühl diese entstanden sind, ist kaum vorstellbar. Trotz eines kleinen Eintrittsgeldes sollte man sich diese Höhle nicht entgehen lassen!

Eintritt: 3000 Kyat pro Person

 

Bat Cave oder Linno Gu

Wenn du nach „Bat Cave“ fragst, weiß jeder was du meinst – außer Google Maps. Hierbei ist man mit der Eingabe von „Linno Gu“ besser bedient. Wie auch immer man diese Höhle nennt, man sollte sie nicht verpassen! Jeden Abend gibt es dort ein unglaubliches Spektakel. Zur Dämmerung fliegen unzählige Fledermäuse hinaus und gehen auf die Jagd.

In der Regel beginnt das Schauspiel ca. um 17:30 Uhr. Ein paar Minuten vorher da zu sein, um den Ausblick zu genießen und sich einen guten Platz zu sichern, ist sicherlich nicht verkehrt. Über eine Treppe gelangt man zu einem schönen Aussichtspunkt mit Blick über den See. Die beste Sicht auf die unzähligen Fledermäuse erhält man allerdings auf Höhe der Stupa.

Höhlen in Hpa an - Linno Gu

Ab 17:00 Uhr begann sich der Himmel rosa zu färben und einige Greifvögel kreisten um die Höhle. Um 17:45 Uhr war es dann so weit – die Vögel wurden unruhig, die Geräusche der Fledermäuse lauter. Dann ließen sich auch schon die ersten Fledermäuse blicken. „Ok, diese 30 Fledermäuse sollen nun so besonders sein?“ Ja! Denn nach einigen Minuten wurden aus diesen 30 Fledermäusen Tausende, wenn nicht sogar Millionen! Unglaublich in was für Mengen diese aus der Höhle flatterten. Es war ein einzigartiger Anblick – denn der riesige Schwarm ist selbst noch in der Ferne gut zu erkennen. Bis in die weite Ferne sieht man die Straße aus Fledermäusen. Absolut empfehlenswert!

Eintritt: 1000 Kyat pro Person

 

Fazit zu den Höhlen in Hpa an

Definitiv ein MUSS für jeden, der sich nach Hpa an begibt!!! Mehr dazu müssen wir glaub ich gar nicht mehr sagen.

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