Marrakesch – quirlig, laut, bunt und einzigartig

Unsere 7 Highlights in Marrakesch – was Ihr auf keinen Fall verpassen dürft  

Insgesamt verbrachten wir zwei Tage in Marrakesch. Insbesondere die nachfolgenden 7 Highlights haben unseren Aufenthalt in Marrakesch unvergesslich und besonders gemacht. 

 

Jardin Majorelle 

An unserem ersten Morgen in Marrakesch spazierten wir von unserem Riad zum Jardin Majorelle. Frei nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ schnappten wir zahlreiche Eindrücke unterwegs auf unserem ersten Spaziergang auf.  

Der Jardin Majorelle ist ein botanischer Garten mit unzähligen exotischen Pflanzen. Die prägenden Farben der Gebäude und Bauwerke im Garten sind blau und gelb.  Besucht den schönen botanischen Garten am besten am frühen Morgen. Zwei Gründe sprechen für diese Besuchszeit:     

  1. Die Temperatur ist noch erträglich. 
  2. Es sind deutlich weniger Besucher im Garten.  

Der Eintritt kostet 70 DH für Erwachsene (ca. 6 Euro). 

Für das Museum im Garten werden weitere 25 DH (ca. 2,50 Euro) fällig. Wir haben uns allerdings auf den botanischen Garten beschränkt.  

 

Koutoubia-Moschee 

Auch der Koutoubia-Moschee in Marrakesch statteten wir einen Besuch ab. Bei diesem Gebetshaus handelt es sich um die größte Moschee in Marrakesch, welche nur von Muslimen betreten werden darf.  

Nichtsdestotrotz bietet die Koutoubia-Moschee zahlreiche schöne Fotomotive. Wir sind einfach in der Umgebung herumgeschlendert und haben unzählige Fotos von der Moschee gemacht. Gerade die umliegenden Gärten laden zum Verweilen mit Blick auf die Moschee ein. Doch selbst von weitem ist die Koutoubia-Moschee von den meisten Orten zu sehen, da das Minarett 77 Meter hoch ist.  

In den umliegenden Gärten sitzen einige marokkanische Frauen, die gegen ein kleines Entgelt ein Henna-Tattoo malen. Doch Vorsicht – die Frauen beginnen oftmals schneller als einem lieb ist. Dies mussten wir auch feststellen 😉 

 

Saadier-Gräber 

Ein weiteres touristisches Must-Do sind die Saadier-Gräber. Direkt in der Altstadt gelegen können die Grabanlagen aus dem 16. Jahrhundert von Touristen besichtigt werden. In den schönen Grabmälern aus kleinen Mosaiken haben ehemalige Herrscher der Saadier-Dynastie ihre letzte Ruhe gefunden.  

Die Saadier-Gräber in Marrakesch

Wir haben bei unserem Spaziergang durch die Altstadt die schönen Saadier-Gräber besichtigt. Die beiden Mausoleen sind mit Mosaiken und Stuckverzierungen aufwändig gestaltet.  

Beachtet jedoch, dass zahlreiche Touristen diese Grabmäler besuchen. Bei uns war es ein Gedränge von Touristen, sodass das Flair dieser Stätte etwas verloren ging. Versucht es lieber am frühen Morgen oder späten Nachmittag! Dann geht ihr auch der heißen Mittagssonne aus dem Weg.  

Am Eingang muss ein Eintritt in Höhe von 10 Dirham entrichtet werden. Dies sind umgerechnet ungefähr 1 Euro.  

Zwischen 9 und 12 Uhr sowie 15 bis 18 Uhr ist ein Besuch der Saadier-Gräber möglich. 

 

Djemaa el-Fna 

Der Djemaa el-Fna – der Hauptplatz von Marrakesch. Marktplatz, Erlebniswelt und kulinarischer Genuss in Einem. Dieser Platz ist das pulsierende Zentrum der marokkanischen Stadt. Unzählige Eindrücke, vielfältige Gerüche und eine atemberaubende Geräuschkulisse – all das ist der Djemaa el-Fna.

Dachten wir … 

Der erste Eindruck

Zunächst liefen wir morgens über den Djemaa el-Fna. Einige Souvenirstände waren bereits aufgebaut. Allerdings hatten wir uns den Platz anders vorgestellt. Der ersehnte und erwartete Trubel blieb zu dieser Zeit aus – NOCH. Vielleicht war es allerdings doch gar nicht verkehrt zunächst die ruhigere Seite des Djemaa el-Fna kennenzulernen. Nach einem Pfefferminztee in einem süßen Café an der Seite des Platzes ging es also zunächst in unsere Unterkunft zurück.  

Der Djemaa el-Fna Marktplatz in Marrakesch am frühen Morgen
Der Djemaa el-Fna am Morgen 

Unsere Erwartungen wurden übertroffen …

Am gleichen Abend kehrten wir zurück– und nun erkannten wir den Platz vom Morgen nicht wieder. Das war der Djemaa el-Fna, wie wir ihn uns vorgestellt haben: Tänzer, Akrobaten und Schausteller, soweit das Auge reicht. Zahlreiche Getränkestände, die soviel Orangensaft verkaufen, dass er eine gefühlte Ewigkeit reichen würde. Vielfältige Stände, an denen Einheimische ihre Produkte verkaufen. Einheimische und Touristen, die im Einklang über den Platz schlendern.  

Zwar sind die Preise in den Restaurants direkt am Platz leicht höher – nichtsdestotrotz können wir den Besuch eines solchen Restaurants wärmstens empfehlen. Dort befindet man sich etwas außerhalb des Trubels. Allerdings kann man in ruhiger Atmosphäre aus der Ferne den Trubel des Platzes am besten beobachten und kennenlernen.  

Fazit 

Der Djemaa el-Fna ist eines unserer Marrakesch Highlights. Besucht ihn am besten zu jeder Tageszeit, um sämtliche Eindrücke aufschnappen zu können.  

Das einzige Negative waren die Einheimischen, die mit Affen an der Leine oder Schlangen in einem Korb herumliefen und versuchten, etwas Geld für ein Foto von Touristen zu bekommen. Leider haben wir einige Touristen gesehen, die Geld für ein Foto mit einem sichtlich erschöpften Affen ausgegeben haben. Unterstützt diese Leute bitte nicht – kein Tier hat es verdient, sein Leben an einer Leine oder in einem dunklen Korb bzw. Käfig zu verbringen! 

Und ein Blick auf eure Taschen ist auf dem vollen Marktplatz sicherlich auch nicht verkehrt 😉

 

Die Souks – Verlaufen, Verirren und Genießen  

Plant euch genug Zeit für die Souks ein! Und damit meinen wir, wirklich genug Zeit. Denn wir verbrachten ungelogen einen großen Teil unserer Zeit mit dem Suchen unseres Ausgangspunkts.  

Die Souks von Marrakesch
Die Souks von Marrakesch

Schon vor dem Urlaub liest man überall, dass sich jeder mindestens einmal in den Souks verläuft. Da zumindest einer von uns mit einem guten Orientierungssinn ausgestattet ist, dachten wir, dass uns das nicht passieren wird. Falsch gedacht! Nicht nur einmal verliefen wir uns in den Souks von Marrakesch.  

Unser Tipp Nr.1: Nehmt euch ausreichend Zeit und verlauft euch! Entdeckt die zahlreichen Geschäfte, Gassen und Ecken der Souks von Marrakesch. Schmuck, Tücher, Kleidung, Gewürze und Souvenirs sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der schier unermesslichen Auswahl an angebotenen Produkten.  

Unser Tipp Nr.2Handeln, Handeln und noch einmal Handeln! Nicht selten verlangen die Marokkaner mehr als das Zehnfache des normalen Preises. Wir gehen zumeist erst in einen Laden und verhandeln bis zu dem Preis, an dem der Verkäufer sein Produkt nicht mehr verkauft. Im nächsten Laden schlägt man dann etwas auf den Preis für das gleiche Produkt drauf und zack – das gewünschte Souvenir gehört dir! Und das zu einem halbwegs akzeptablen Preis. Auch hier gilt das Motto „Leben und Leben lassen“. Was für uns Europäer oftmals wenig Geld ist, kann für einen marokkanischen Verkäufer schon deutlich mehr Wert haben.  

 

Trinken und Essen 

Ein Weiteres unserer Marrakesch Highlights – genießt das marokkanische Essen und Trinken!  

Trinken  

Wenn wir an unseren Urlaub in Marokko und ein typisches Getränk zurückdenken, dann ist das unweigerlich der Pfefferminztee. Überall bekommt man den Tee für wenig Geld in einer silbernen Kanne und mit kleinen Gläsern serviert. Anschließend muss man den Tee in einem hohen Bogen eingießen – am Ende unseres Urlaubs hat das hervorragend geklappt. Selbst bei 40 Grad und mehr hat der Pfefferminztee super geschmeckt. Dazu ist es vor allem der leckere Orangensaft vom Djemaa el-Fna, der im Gedächtnis geblieben ist. 

Der typische marokkanische Pfefferminztee
Der typische marokkanische Pfefferminztee

Bier gibt es im islamischen Marokko fast nirgendswo. Lediglich in touristischeren Hotels und Unterkünften gibt es mal ein Bier – dies war bei uns nur bei unserer Unterkunft im Paradise Valley der Fall – passend zu Neeles Geburtstag. Mehr zum Verhalten in Marokko findet ihr hier.

Essen 

Als Vegetarier hatten wir vor dem Urlaub noch die Sorge, nicht wirklich kulinarisch auf unsere Kosten zu kommen.  

Das absolute Nationalgericht Marokkos ist die Tajine. Tajine heißen diese Gerichte, weil sie in einem speziellen Tontopf zubereitet und zumeist auch serviert werden. Die vegetarische Tajine hatte wechselnde Zutaten – Kartoffeln und verschiedenes Gemüse. Umgerechnet kostet eine Tajine zumeist zwischen 3 und 5 Euro.  

Ein weiteres Highlight war die Harira – die typisch marokkanische Suppe. Allerdings ist hier aus Vegetarier-Sicht Vorsicht geboten – denn meistens ist Lammfleisch in der Suppe. Allerdings sind wir zweimal auf eine vegetarische Variante gestoßen, die hervorragend geschmeckt hat. Die Harira eignet sich perfekt als Snack oder Vorspeise.  

Sandwiches, Couscous und Salate runden das kulinarische Angebot für Vegetarier in Marokko ab. Die Auswahl war zwar nicht besonders umfangreich – nichtsdestotrotz war es unproblematisch möglich, zwei Wochen lang Tajine, Couscous und Salate zu essen.  

 

Unsere Unterkunft: das Riad Amra 

Ein weiteres Highlight unserer Marokko-Reise und insbesondere unseres Aufenthalts in Marrakesch war unsere Unterkunft – das Riad Amra.

Schon bei unserer Ankunft am Flughafen wurden wir von einem Fahrer des Hotels erwartet. Dieser brachte uns dann zu einem Treffpunkt nahe des Riads, da dieses selbst nicht mit Auto erreicht werden kann. Dort wartete jedoch schon ein weiterer Mitarbeiter des Hotels auf uns und schnappte sich einen unserer Rucksäcke. Dann ging es nur noch wenige Minuten zu Fuß weiter, bis wir das Riad Amra betraten – eine Wohlfühloase inmitten des marokkanischen Trubels.  

Während wir eincheckten, bekamen wir bereits den typischen Pfefferminztee und süßes Gebäck gereicht. Anschließend wurden wir zu unserem Zimmer gebracht, welches ganz oben in der Unterkunft lag.  

Im typischen Innenhof des Riad Amra befindet sich ein kleiner Pool, den wir häufig zur Erfrischung genutzt haben. Darüber hinaus schenkten einem die Mitarbeiter ständig Tee ein. Auch Shisha-Rauchen ist am Pool bzw. im Innenhof möglich. WLAN gibt es in der gesamten Unterkunft kostenlos.  

Jeden Morgen wurde uns ein leckeres Frühstück zubereitet. Die Mitarbeiter des Hotels waren stets hilfsbereit, freundlich und sehr kompetent. Auch Sauberkeit und Komfort waren mehr als zufriedenstellend. Dazu befindet sich das Riad im Zentrum von Marrakesch in einer ruhigen, kleinen Seitengasse. Von dort aus ist es problemlos möglich, den Djemaa el Fna und die sonstigen Highlights fußläufig zu erreichen.  

Hier könnt ihr das Riad Amra buchen! 

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