Highlights & Tipps für Angkor Wat/ Angkor

Der wohl bekannteste Tempel, das sogenannte „8.Weltwunder“, ist der „Angkor Wat“. Dieser ist allerdings „nur“ einer der unzähligen Bauwerke im archäologischen Park von Angkor. Bei einer Gesamtfläche von über 400 Quadratkilometern ist es nicht immer einfach, sich zu entscheiden, wie sich die ehemaligen Königsstädte der Khmer am besten besichtigen lassen. Wir haben lange online recherchiert und uns dann ganz spontan für unsere eigene Route entschieden 😊. Eins können wir euch vorweg verraten: Der archäologische Park Angkor ist atemberaubend und darf auf keiner Kambodscha-Reise fehlen. Im folgenden Beitrag findet ihr allgemeine Tipps für Angkor und unsere ganz persönlichen Highlights an diesem besonderen Ort. Wer noch mehr Informationen über Angkor Wat sucht, wird hier fündig.

Tipps für Angkor

Die Öffnungszeiten von Angkor

Angkor Ticketcenter: Täglich von 5.00 Uhr – 17.30 Uhr

Angkor Wat & Srah Srang: Täglich von 5.00 Uhr – 17.30 Uhr

Phnom Bakheng & Pre Rup: Täglich von 5.00 Uhr – 21.00 Uhr

Die restlichen Tempel: Täglich von 7.30 Uhr – 17.30 Uhr

 

Verschiedene Tickets für Angkor

Bei einem Besuch von Angkor muss man sich zunächst entscheiden, wie viel Zeit man für die Besichtigung investieren möchte. Zur Auswahl stehen Pässe für einen, drei oder sieben Tage. Für diejenigen, die nur wenig Zeit haben, genügt ein Tag, um die wichtigsten Tempel von Angkor zu besichtigen. Da wir genauso an den kleineren, nicht ganz so viel besuchten Tempeln interessiert waren, entschieden wir uns für den 3-Tages-Pass. Dies ist eine gute Möglichkeit, um viele verschiedene Tempel zu besichtigen, nicht von Einem zum Anderen zu hetzen und sogar verschiedene Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge zu bestaunen 😊.

Wenn wir noch mehr Zeit gehabt hätten, wäre sogar ein 7-Tages-Pass eine Option gewesen. Klingt irgendwie verlockend, sich voll und ganz auf 2-3 Tempel zu konzentrieren und einfach einen anderen Morgen weiter zu stöbern. Egal wie man es macht, die Besichtigung vom Angkor ist immer ein Erlebnis.

 

Preise für Angkor

Tipps für Angkor - Tickets

Die Preise für den Angkor gelten nur für ausländische Besucher, für Kambodschaner ist die Besichtigung kostenfrei. Desweiteren zahlen Kinder unter 12 Jahren bei Vorlage eines gültigen Kinderpasses keinen Eintritt. Anderweitige Ermäßigungen gibt es allerdings nicht. Die Tickets können ausschließlich im Ticket Center vor Angkor gekauft werden, Kartenzahlung wird ebenfalls akzeptiert. Wichtig zu wissen ist, dass die Tickets nicht übertragbar sind, es werden nämlich „wunderschöne“ Bilder für deinen ganz persönlichen Pass gemacht.

1 Tag: 37 Dollar

3 Tage: 62 Dollar

7 Tage: 72 Dollar

 

Gültigkeit der Tickets für Angkor

1 Tag: Das Ticket ist ausschließlich am Tag des Kaufs gültig. Außer du besorgst dir das Ticket am Vorabend nach 17Uhr.

3 Tage: Dieser Pass ist 7 Tage gültig, davon kann man sich also 3 Tage aussuchen. Diese müssen nicht aufeinanderfolgen.

7 Tage: Dieser Pass ist einen Monat gültig.

 

Routen & Tipps für Angkor

Die 2 typischen Routen durch den Angkor sind der „Small Circuit“ (lila) und der „Big Circuit“ (rot) – erklärt sich von selbst, der eine ist etwas länger als der andere :-D. Beide Routen sind an einem Tag machbar. Dies ist jedoch abhängig von Transportmittel und der Entscheidungsfreude, welche Tempel man wirklich besichtigen möchte. Die kleineren Ruinen, fernab von der Hauptstraße, sind vielleicht nicht immer auf den ersten Blick so beeindruckend. Einer der Tipps für Angkor ist aber sicherlich: Schaut euch auch kleinere Tempel an, denn wenn man diese ganz für sich alleine hat, ist die Atmosphäre etwas ganz Besonderes. Ok, ich bin wohl wieder etwas vom Thema abgekommen. Also 2 Routen: Beide Touren (17 und 26km lang) führen vorbei an den bekanntesten Tempeln Angkor Wat, Angkor Thom, dem Bayon Tempel und dem Ta Prohm.

Tipps für Angkor - Plan

Zu unseren persönlichen Tipps für Angkor gehörte es, bestimmte Tempel morgens, wenn es noch schön leer ist, oder zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu besichtigen. Also haben wir beide Routen ein wenig kombiniert und uns unsere eigene Tour zusammengestellt. Ob es so geklappt hat, wie wir es uns vorgestellt haben? Mehr oder weniger… 🙂

 

Fortbewegung & Tipps für Angkor

Ob mit Tuk Tuk, Fahrrad oder Helikopter – der Angkor ist immer ein Erlebnis!

 

Mit dem Tuk Tuk durch Angkor

Die beliebteste Option, um den Angkor zu besichtigen, ist wohl das Tuk-Tuk. Der Fahrer steht morgens zur gewünschten Zeit am Hotel und klappert mit euch den ganzen Tag die verschiedenen Tempel ab. Dabei könnt ihr zwischen den zwei regulären Routen wählen. Individuelle Wünsche sind natürlich auch möglich. Bei dem jeweiligen Tempel wird man am Eingang herausgelassen und der Fahrer wartet dann Ausgang. Der ganze Spaß kostet für den ganzen Tag ca. 20 Dollar. Wenn man sich mit anderen Leuten zusammenschließt, wird es natürlich etwas günstiger.

 

Helikopterflug über Angkor

Ich denke nicht viele Leute können von sich behaupten, mit einem Helikopter über den Angkor geflogen zu sein. Der Spaß ist nämlich alles andere als günstig. Die Preise liegen für eine 8-minütige Fahrt bei ca. 100$ pro Person. Alternativ gibt es einen Ballon, etwas vor dem Angkor Wat gelegen. Dieser fliegt 100m hoch und lässt euch für 15$ zehn Minuten lang den Angkor Wat von oben bestaunen. Einen Erfahrungsbericht & Bilder zu der Ballonfahrt findet ihr auf diesem Blog :-).

 

Mit dem E-Bike durch Angkor

Da es für ausländische Besucher in Siem Reap nicht gestattet ist, sich mit dem Motorroller fortzubewegen, sind die E-Bikes eine gute Alternative. Diese lassen sich im Zentrum bzw. auch direkt am Angkor ausleihen.

Mit dem Fahrrad durch Angkor

Tatsächlich haben wir uns für die sportliche Variante entschieden und sind zum größten Teil mit dem Fahrrad durch den Angkor geradelt. Dies war definitiv anstrengend, schmerzend, heiß, ab und an zum Verfluchen

… aaaaber, wir würden es immer wieder so machen! Es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht für uns allein, diesen gigantischen Komplex zu besichtigen. Wir waren vollkommen flexibel, welchen Tempel wir wie lange besichtigen. Außerdem konnten wir uns am Ende des Tages ein verdientes und ausgiebiges Abendessen gönnen – allein das ist es doch schon wert :-D.

Wir liehen uns im Zentrum von Siem Reap 2 Räder für jeweils 3$ pro Tag aus. Nach vielen schlechten Erfahrungsberichten in Bezug auf den Zustand der Räder waren wir wirklich positiv überrascht. Beide Bremsen funktionierten, die Ketten sprangen nicht einmal raus und sogar die Sättel waren durchaus bequem.

 

Unsere Route, persönliche Highlights & Tipps für Angkor

Wir haben uns an drei verschiedenen Tagen, viele verschiedene Tempel, zu verschiedenen Tageszeiten angeschaut – Tipps für Angkor, d.h. was, wann, wie und wo, gibt es im Folgenden.

 

Tag 1:

Der erste Tag durch den Angkor hatte es in sich. Insgesamt 50km auf dem Fahrrad haben wir hinter uns gelassen und dabei mehr oder weniger 8 Tempel besichtigt – Welche das waren?

 

Ta Prohm zum Sonnenaufgang

Da es mein Wunsch war, den bekannten und somit auch gut besuchten „Lara Croft Tempel“ früh morgens zu besuchen, war dies der erste Tempel auf unserem Plan. Da ich auf einer einzigen Seite gelesen habe, dass sich dieser für den Sonnenaufgang eignet, ignorierte ich einfach die offiziellen Öffnungszeiten und deklarierte es gegenüber Daniel einfach als Mega-Plan ganz früh am Ta Prohm zu stehen. Wir radelten also gegen 04:45 Uhr los und erreichten nach ca. 20 Minuten das Ticket Center. Für zusätzliches Licht hatten wir unsere Stirnlampen dabei. Die Straßen lassen sich aber auch im Dunkeln bzw. gerade im Dunkeln super befahren – sie sind beleuchtet und im guten Zustand. Auf der Straße direkt zum Angkor ist deutlich weniger Verkehr als auf der Hauptstraße von Siem Reap – also ohne Probleme mit dem Fahrrad machbar.

Im Ticket Center war um die Uhrzeit noch kaum was los, somit waren wir nach kurzer Zeit schon wieder auf dem Rad. Angekommen am Srah Srang, der einen wunderschönen Blick auf den Sonnenaufgang bietet, überlegten wir uns kurz, zu verweilen. Aber nein, wir wollten ja früh am Ta Prohm sein. Dort angekommen bestätigte sich meine Angst und das Schild mit der dicken Aufschrift „7:30 Uhr“ lächelte uns schadenfroh ins Gesicht. Wir waren die einzigen Menschen, bis ein Sicherheitsmann kam, uns auslachte und auf seine Uhr zeigte. Also einer der Tipps für Angkor: Wer früh am Ta Prohm sein möchte, kann trotzdem noch ganz in Ruhe z.B. am Srah Srang den Sonnenaufgang genießen. Zurückfahren machte keinen Sinn mehr, also ließen wir uns für einen Tee im schon geöffneten Restaurant nieder und warteten, warteten und warteten.

 

Ta Prohm um 07:30 Uhr 🙂   

Eine Viertelstunde vor der Öffnung leisteten uns dann weitere Touristen Gesellschaft, die Menge hielt sich aber noch in Grenzen. Keine Minute früher öffnete der Sicherheitsmann die Schranke und wir spazierten mit flottem Tempo in den Ta Prohm.

Dieser Tempel ist nicht ohne Grund einer der beliebtesten im archäologischen Park und Filmkulisse von Filmen, wie z.B. Lara Croft. Mitten im Dschungel ist der Ta Prohm umgeben von riesigen Bäumen, dessen Wurzeln die Steinwände und verwinkelten Gänge des Tempels umgeben. Der sogenannte „Tomb Raider Tempel“ ist also, wie man so schön sagt, „vom Dschungel verschluckt“. Früh morgens ist es dort wirklich noch angenehm leer, somit konnten wir die Ruhe an diesem Ort richtig genießen. Ein wenig haben wir uns selbst wie auf einer Expedition im Nirgendwo gefühlt. Ein Besuch können wir also definitiv empfehlen. Auf dem Weg zurück zu unseren Fahrrädern kamen uns dann auch schon die großen Menschenmassen inkl. Selfiestick & Co. entgegen – also gar nicht verkehrt, früh den Ta Prohm zu besuchen.

 

Ta Keo

Als Nächstes stand der Ta Keo auf unserem Plan. Vom Ta Prohm fuhren wir ca. 15 Minuten dorthin, parkten unsere Räder und nahmen die steilen Treppen am Tempel nach oben. Der rechteckige Ta Keo war ursprünglich 50m hoch und besteht noch heute aus fünf Türmen, die wie die Punkte auf einem Würfel ausgerichtet sind. Dabei ist der Mittlere der Größte. Außerdem ist er von einem ausgetrockneten Wassergraben umgeben. Wir knipsten ordentlich auf der Kamera rum, bis wir bemerkten wieder weitere 45 Minuten am Tempel verbracht zu haben. Wenn wir so weiter gemacht hätten, würden wir wohl heute noch dort stehen.

 

Spean Thma

„Baumruine“ würde ich es vielleicht auch nennen. Wir sind der Hauptstraße gefolgt und direkt am Spean Thma vorbeigekommen. Es ist beeindruckend, wie sich die Natur ihren Weg durch die Ruinen bahnt und somit beeindruckende Orte schafft.

Tipps für Angkor - Spean Thma

 

Chau Say Thevada & Thommanom

Wir fuhren weitere zehn Minuten und erreichten direkt zwei Tempel – einer rechts, einer links von uns. Wir parkten unsere Räder und erkundeten zunächst den Chau Say Thevada. Auch hier finden sich schöne, in Stein geschlagene Abbildungen von Buddhafiguren. Der Tempel besteht aus mehreren Komplexen, die durch Brücken und Treppen erreichbar sind. Ein langer Steg bietet sich perfekt für ein paar schöne Fotos an.

Wir überquerten die Straße und landeten innerhalb weniger Minuten am Thommanom. Dieser Tempel hatte es mir irgendwie angetan und das Beste daran: Wir waren dort vollkommen alleine! Mir kamen so viele Fotoideen auf einmal, bis ich einen kleinen Schock erlitt. Ich spürte meine Tasche nicht mehr auf auf meinen Schultern und auch in Daniels Hand sah ich keine kleine Nike Tasche. Voller Panik machten wir uns zurück zum Chau Say Thevada, bis wir auf halber Strecke im Fahrradkorb meine Tasche entdeckten. Go Pro, Portmonee, Handy – sollte man vielleicht nicht unbedingt alleine lassen, aber noch einmal Glück gehabt. Also einer meiner wichtigsten Tipps für Angkor: Behaltet eure Klamotten im Blick 😀.

Tipps für Angkor - Thommanom

 

Preah Khan

Wir durchquerten den Angkor Thom, ohne irgendeiner Ruine Aufmerksamkeit zu schenken. Diesen Teil wollten wir uns für den nächsten Tag aufbewahren. Wir verließen den Angkor Thom durch das North Gate. Die Tore selbst, sind übrigens auch ziemlich sehenswert! Die großen Gesichter erzeugen eine geheimnisvolle und magische Atmosphäre. Für uns eine wunderschöne Alternative zu großen „Willkommen“ und „Vielen Dank für ihren Besuch“ Schildern. Nach ca. 25 Minuten erreichten wir den Preah Khan.

Wir überquerten eine schöne Brücke, die mit aneinander gereihten Statuen verziert ist – die einen gut, die anderen eher weniger gut erhalten. Langsam ließ unser Tempelfieber für diesen Tag etwas nach, die Kamera blieb längere Zeit aus der Hand und wir schlenderten einfach ein wenig durch die zerfallenen Gänge. Und das obwohl der Tempel wirklich sehr sehenswert ist! Nach einigen schönen Fotomotiven entschlossen wir uns dazu auf halber Strecke umzudrehen – was wohl ein kleiner Fehler war. Im Nachhinein erfuhr ich, dass am Ende des Tempels noch eine gut erhaltene Säulenformation gewartet hätte. Das nächste Mal schauen wir uns diese definitiv noch an!

 

Neak Poan

Den auf einem See gelegenen Tempel wollten wir auf alle Fälle noch anschauen. Gestärkt durch ein Bund Minibananen ging es für uns über den langen Steg Richtung Tempel. Ein wunderschöner Ort – der See ist bewachsen mit Bambus und die Seerosen strahlen in verschiedenen Farben. Umgeben von Wasser gibt der Neak Poan ein wirklich schönes Fotomotiv ab. Zurück auf den Fahrrädern planten wir nun, den letzten Tempel anzusteuern und danach schnell zum Essen zu radeln.

 

Ta Som

Auf dem Weg zum Ta Som sahen wir eine winzige Gestalt auf der Straße herumlaufen. Irgendwann erkannten wir den kleinen Welpen, der schon von dem Wind, der vorbeifahrenden Autos mitgezogen wurde. Wir hielten an und ein Wärter setzte ihn auf einen Tisch, wo er nach kurzer Zeit runterfiel. Er war einfach nur am Schreien und am Quieken und wir wussten nicht was wir tun sollten. Daraufhin fiel uns ein Tierheim in Siem Reap ein, das sich für verletzte Tiere einsetzt. In diesem Moment kam die Hündin und packte den Kleinen ins Maul und verschwand. Hoffentlich ist alles gut gelaufen – wenn wir eines nicht sehen können, sind das verletzte und leidende Tiere.

Am Ta Som parkten wir dann zum letzten Mal unsere Fahrräder und gingen in Richtung Tor. Unsere Beine waren einfach lahm und wir sahen uns gegenseitig an, dass keiner mehr wirklich Lust hatte, diesen Tempel zu besichtigen. Das soll nicht heißen, dass die Tempel nicht alle wahnsinnig schön sind, aber nach mehreren Stunden war einfach die Luft raus.  Also machten wir auf der Stelle kehrt. Natürlich recherchierte ich im Nachhinein, welchem Tempel wir kurz vorm Ende den Rücken gekehrt haben – und ich muss zugeben: Ein wenig habe ich mich geärgert. Der Ta Som wäre sicherlich ein Tempel gewesen, der uns gefallen hätte.

 

Der Rückweg vom Angkor

Wir fuhren ca. eine Stunde zurück in das Zentrum und waren fix und fertig! Insgesamt 50km haben wir an diesen Tag mit dem Fahrrad zurückgelegt und uns zudem noch viele weitläufige Tempel zu Fuß angeschaut. Zusammenfassend ist es mit dem Fahrrad also definitiv eine anstrengende Prozedur und es wäre deutlich entspannter gewesen, sich im Tuk Tuk hin und her kutschieren zu lassen. ABER wir hatten einen wunderschönen Tag, waren die ganze Zeit unter uns und haben unserem Körper etwas Gutes getan (unserem Gesäß vielleicht nicht, aber das ist Nebensache :-D).

 

Weitere Tempel auf der Strecke

Folgende Tempel haben wir, neben einigen Kleinen, auf dieser Strecke leider ausgelassen:

  • East Mebon
  • Pre Rup (s. Tag 3)
  • Banteay Kdei
  • Prasat Kravan

 

Fazit zum ersten Tag

Wir haben uns wohl etwas viel vorgenommen. Irgendwann war leider die Luft raus. Jeder einzelne Tempel hat uns unglaublich gut gefallen und ist auf seine Art einzigartig. Wir sind trotzdem der Meinung, dass man nicht jeden Tempel innerhalb von 3 Tagen gesehen haben muss und man sich wirklich auf eine Auswahl beschränken sollte, um diese in vollen Zügen genießen zu können. Für diejenigen, die genug Zeit für jeden einzelnen Tempel haben möchten, bietet sich ein 7-Tages-Ticket an.

Tipps für Angkor

 

Tag 2

Am darauffolgenden Tag wollten wir das typische Postkartenmotiv „Angkor Wat“ beim Sonnenaufgang aufnehmen. Wir stellten uns um 03:00 Uhr morgens bzw. mitten in der Nacht den Wecker, um pünktlich am Seerosenteich einen guten Platz zu ergattern. Morgens klingelte also der Wecker und nein, nach einer 30-minütigen Diskussion blieben wir schließlich doch im Bett liegen – der eine mehr, der andere weniger zufrieden :-D. Wir merkten Beine, Hintern, Füße und jede einzelne Muskelpartie unseres Körpers und ich musste leider zugeben: Daniels Idee, den Angkor um einen Tag zu verschieben, war gar nicht mal so schlecht.

Nächster Versuch. Der Wecker klingelt und nach einer 10-minütigen Diskussion bewegten wir uns aus den Federn. Um 04:00 Uhr ging es dann erneut mit dem Fahrrad los, diesmal in Richtung Angkor Wat.

 

Angkor Wat am Seerosenteich zum Sonnenaufgang

Pünktlich um 05:00 Uhr gingen wir im Dunkeln den Pfad entlang zum Angkor Wat – wir hätten nicht gedacht, dass sich der Tempel doch so gut verstecken kann. Der Seerosenteich ist sicherlich kein Geheimtipp mehr und von einer überwältigenden Atmosphäre würde ich auch nicht sprechen, doch wir wollten uns diesen Moment trotzdem nicht entgehen lassen. Einige Leute saßen schon bereit und wir ergatterten einen der letzten Plätze in der ersten Reihe.

Die Go Pro war für ein Zeitraffervideo bereit, das Stativ war passend aufgebaut und wir saßen gar nicht mal so unbequem. Wir bemerkten die Menschenmasse hinter uns gar nicht – alles war eigentlich perfekt. Die Umrisse des Angkor Wats ließen sich mit der Zeit erahnen und irgendwann war das Licht stark genug, um den Tempel in seiner Schönheit bewundern zu können. Der Himmel wechselte seine Farbe fast jede Minute. Von Türkis zu blau – von gelb zu rosa. Trotz vieler Touristen war dieser Sonnenaufgang einfach unglaublich schön. Die Spiegelungen im Seerosenteich geben dem Tempel noch einmal einen ganz besonderen Charakter. Einer der Tipps für Angkor: Umso tiefer die Kamera, desto mehr Spiegelung im See.

Tipps für Angkor - Sonnenaufgang

 

Angkor Wat nach dem Sonnenaufgang

Kurz bevor die Sonne sich blicken ließ und kurz bevor unser Zeitraffervideo den Höhepunkt erreichen sollte, setzen sich zwei ziemlich dreiste Touristen direkt vor unsere Nase. Schön nochmal den Fuß vor die Kamera halten. Ich war sprachlos und hätte denen am liebsten ein paar Takte erzählt – bzw. habe ich, dies interessiert solche Leute nur leider nicht. Unserer Meinung nach ist es nicht in Ordnung, sich zwei Stunden später den Wecker zu stellen und sich dann noch vor 50 andere Leute zu quetschen.

Tipps für Angkor - Seerosenteich

Nach diesem Aufreger genossen wir dann noch die letzten Augenblicke und machten uns schließlich auf dem Weg zum Tempelinneren. Wir knipsten „drinnen“ noch einige Fotos und machten uns dann langsam wieder auf den Rückweg. Der Vortag und das frühe Aufstehen lag uns doch noch in den Knochen. Wir verließen den Tempel am östlichen Ausgang und waren verwundert wie wenige Menschen hier waren und dass, obwohl der Angkor von hier ebenfalls richtig gut zur Geltung kommt. Ebenfalls einen schönen Anblick erhält man auf der Südseite – auch hier kaum Touristen. Ein kleiner Fußmarsch um den Tempel herum lohnt sich also sehr!

 

Angkor Wat am Nachmittag

Da wir mit unserem Ticket ein weiteres Mal am Tag den archäologischen Park besuchen konnten, wollten wir den Angkor Wat noch einmal in einem anderen Licht sehen. Die Motivation, erneut auf unsere Räder zu steigen, hielt sich in Grenzen. Deshalb schnappten wir auf der Straße einen Tuk Tuk Fahrer und zahlten für 3,5 Stunden 9$.

Wir schauten uns den Angkor Wat also noch einmal gegen 16 Uhr an und schließen daraus: Es lohnt sich wirklich, den Angkor Wat zu unterschiedlichen Zeiten zu besichtigen! Der Seerosenteich war nun angenehm leer und wir konnten die perfekten Fotos schießen! Im Anschluss verweilten wir ein wenig auf der Wiese und schauten einer Gruppe von Äffchen beim Spielen zu. Daniel musste mich dabei des Öfteren an die Zeit erinnern. Tiere und meine Kamera in der Hand lassen mich allzu oft die Zeit vergessen – einfach eine meiner Lieblingsbeschäftigungen! Dann auch noch Äffchen, die sowieso immer was Neues zu bieten haben.

 

Pre Rup

Zu den Tipps für Angkor bei Sonnenuntergang gehört der Pre Rup. Pünktlich kamen wir um 17:00 Uhr am Pre Rup an. Dieser Spot soll noch weniger besucht sein als der beliebte Phnom Bakheng. Trotzdem war auch am Pre Rup nicht mehr ganz so viel Platz und wir schnappten uns schnell noch einen der letzten Plätze auf der oberen Terrasse. Die rote Sonne verschwand langsam hinter den Ruinen und dem dichten Dschungel. Wir können den Platz für einen Sonnenuntergang auf jeden Fall empfehlen!

 

Tag 3

Da wir uns schon in der neuen Unterkunft befanden und die Fahrräder somit zurückgegeben hatten, entschieden wir uns erneut für das Tuk Tuk. Um 7:00 Uhr morgens standen wir bereit, um uns einen Fahrer zu suchen. Morgens gar nicht mal so einfach wie gedacht – alle „busy“. Als wir endlich einen Fahrer gefunden hatten, einigten wir uns wieder auf 10$ für 3 Stunden. Am letzten Tag stand noch der Angkor Thom auf unserem Plan.

 

Der Bayon Tempel

Dieser Tempel stand ganz oben auf unserer „must see“ Liste. Deshalb wollten wir auch direkt zur Öffnung, wenn viele andere in den Angkor Wat strömen, am Eingang des Bayons sein. Plan aufgegangen. Es war noch angenehm leer als wir den einzigartigen Tempel betraten. Einer der Tipps für Angkor Thom ist ein früher Besuch des Bayons. Das wunderschöne Bauwerk ist bekannt für die Vielzahl an Gesichtern, die in den Tempel gemeißelt sind. Ein wenig beobachtet fühlt man sich schon. Wir haben genauso viel Zeit im Bayon Tempel verbracht wie im Angkor Wat. Überall gab es unglaublich schöne Motive und wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Außerdem entdeckten wir noch eine niedliche Affenfamilie

 

Phnom Bakheng

Von dem Hügel aus soll man ebenfalls einen guten Blick auf den Angkor Wat haben – dies wollten wir nicht verpassen. Haben wir aber :-D. Bis 11 Uhr handelt es sich um eine Einbahnstraße – Zurückfahren ging also nicht und das lange Warten war auch keine Alternative für uns.

 

Terrace of the Elephants & Terrace of  the Leper King

Stattdessen fuhren wir weiter zu den Terrassen der Elefanten und des Leprakönigs. Die in Stein gemeißelten Elefanten und Figuren waren wirklich schön. Trotzdem haben wir uns die ganze Anlage vom Angkor Thom (abgesehen vom Bayon) irgendwie noch besonderer vorgestellt. Vielleicht lag das aber auch einfach daran, dass wir die letzte Zeit in so vielen Tempeln verbracht haben. Ein letztes Mal verließen wir die Anlage des Angkors – es war eine unglaublich schöne Zeit dort!

 

Fazit zum archäologischen Park Angkor

Definitiv ein „Muss“ für jeden Reisenden! Der gesamte Tempelkomplex ist wirklich einmalig! Wir hatten unglaublich schöne Tage und können nur allzu gut verstehen, wieso der Angkor Wat als das 8. Weltwunder bezeichnet wird – er ist nämlich nur ganz knapp bei der Abstimmung über die sieben Weltwunder gescheitert.

Tipps für Angkor

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