Kampot – Tipps für Kambodschas idyllischen Küstenort

Kampot Flussufer

Der schöne Ort Kampot war der zweite Stopp auf unserer Reise durch Kambodscha. Nach dem Großstadttrubel in Kuala Lumpur und Phnom Penh freuten wir uns auf etwas mehr Ruhe und Idylle. Kampot bietet einen perfekten Mix aus, der von uns lang ersehnten, Natur und den vielen kleinen, süßen Cafés und Souvenirshops. Im folgenden Beitrag findet ihr nützliche Tipps und die Highlights unseres 5-tägigen Aufenthalts in Kampot.

 

Klima in Kampot

Das tropische Klima in Kampot bringt viel Niederschlag mit sich. Das bedeutet: In den meisten Monaten kann es zu sehr viel Regen bzw. Schauern kommen – dem verdanken wir das ganze Grün in der Umgebung :-). Es gibt lediglich eine kurze Trockenzeit von Dezember bis Januar. Somit ist der regenärmste Monat der Januar, der Regenreichste hingegen der April. In Kampot ist es ganzjährig warm – die höchsten Temperatur gibt es normalerweise im August. Wir waren im November in Kampot und haben in den fünf Tagen nur einen zweistündigen Schauer erlebt :-).

 

MonatJFMAMJJASOND
Niederschlag Tage/Monat19319214622227734841335228313443
durchschn. Tagestemperatur262728292827272727272726

 

Anreise von Phnom Penh nach Kampot

Eine gute Möglichkeit für den Transfer ist der Zug. Zweimal am Tag geht es von Phnom Penh aus in Richtung Kampot.

Buchung & Preis

Unsere Wahl fiel auf den frühen Zug um 7:00 Uhr. Wir buchten unser Ticket auf der Seite von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Royal Railway – dies hat mit unserem Online Ticket einwandfrei funktioniert. Für die Fahrt mit einer Dauer von ca. 4,5 Stunden zahlten wir 8$ pro Person.

Ohne große Erwartungen stiegen wir morgens in ein Tuk Tuk und ließen uns zur Phnom Penh Railwaystation bringen. Ein kleiner, aber relativ sauberer Bahnhof – ja, und auch ein Teil unseres Zuges stand schon bereit, um angekoppelt zu werden. Irgendwann kam der junge Zugführer zum Gleis und meinte, dass wir bereits einsteigen können. Von wegen der richtige Zug kommt noch – dieser einzelne Waggon sollte uns nun nach Kampot bringen. Von der Größe her, erinnerte uns das kleine Gestell eher an einen Reisebus, aber nun gut. Wir stiegen ein und waren mehr als positiv überrascht. Auch von drinnen ähnelte dieser „Zug“ eher einem sehr komfortablen Bus und somit schnappten wir uns schnell zwei Plätze mit viel Beinfreiheit – es herrscht nämlich trotz vorheriger Online-Auswahl freie Platzwahl.

Die Zugfahrt

Der Zug fuhr im sehr gemächlichen Tempo los – die Tür ging natürlich nicht richtig zu. Daher ein Tipp für den frühen Zug: lange Hose und Jacke sind nicht verkehrt. Ein Mitarbeiter von der Eisenbahngesellschaft setzte sich auf einem kleinen Plastikstühlchen einfach mitten hinein, muss bequem sein :-D. Das versprochene WLAN gab es allerdings nicht, aber halb so wild. Die wunderschöne Natur die man durchquerte, war noch viel besser :-).

Ankunft in Kampot

Eins muss man den Bussen und Zügen in Kambodscha lassen, mit Pünktlichkeit haben die es hier wirklich. Auch unser Zug kam innerhalb der vorhergesagten Zeit am Bahnhof in Kampot an. Dort drängelten sich die Tuk Tuk Fahrer schon bis zur Zugtür. Passt man dann nicht richtig auf, haben sie deinen Koffer oder Rucksack schon gepackt und schleppen ihn, ohne deines Wissens, in Richtung ihres Tuk Tuks :-D.

Alle Fahrer sprachen von einer sehr huckeligen Straße bis zu unserer Unterkunft, weswegen sie teilweise über 5$ verlangten. Nach vielen „No it’s to much’s“ fanden wir zum Glück noch einen netten Herrn, der uns für 3$ zur Unterkunft brachte. Soooooo schlimm war die Straße nun auch nicht gewesen. An vielen, vielen Hunden vorbei kamen wir endlich an unserer Unterkunft an.

 

Unsere Unterkunft

Diesmal griffen wir wieder auf booking.com zurück und buchten für 5 Nächte einen River-Bungalow im Nary Garden. Die Gastgeber waren zwei super liebe Schwestern mit ihren zwei bezaubernden Töchter, die unglaublich herzlich waren. Auch den eher scheuen Hund haben wir total in unser Herz geschlossen, 2:1 Streicheleinheiten gehen diesmal an Daniel.

Unser Bungalow hat uns super gefallen – mehr als die Matratze, ein Moskitonetz, ein Kleiderständer, ein kleines Licht und ein Ventilator waren allerdings nicht drin, aber das machen solche Unterkünfte halt aus. Viel lieber verbrachten wir unsere Zeit auf unserer kleinen, paradiesischen Holzterrasse mit Blick auf den Fluss. Hier konnten wir die Seele baumeln lassen und richtig herunterkommen. Außerdem liebten wir die die Laute der Geckos und Frösche in den Abendstunden.

Pro Nacht zahlten wir 19$. Direkt in der Unterkunft konnten wir uns einen Roller mieten, der uns 6$ pro Tag kostete. Dabei berechneten unsere lieben Gastgeber die zwei halben Tage von An- und Abreise nicht einmal. Unsere Wäsche konnten wir auch für 1$ pro Kg waschen lassen und bekamen ausnahmsweise mal ALLES und frisch duftend wieder 😊.

 

Fortbewegung in Kampot

Roller fahren in Kampot

Am besten bietet sich hierfür wirklich der Roller an. Wie gesagt, wir zahlten 6$ pro Tag. Das bekommt man aber außerhalb der Unterkunft bestimmt noch günstiger. Mit dem Roller konnten wir flexibel die verschiedenen Highlights in Kampot erreichen. Kürzere Strecken sind auch mit dem Fahrrad möglich, die auch häufig von den Unterkünften angeboten werden. Zu Fuß ist die Fortbewegung eigentlich nur innerhalb des Zentrums sinnvoll.

Noch ein Tipp am Rande: In Kampot gibt es viele und wir meinen wirklich viele(!) Hunde. Wer doch etwas Angst empfindet, sollte sich abends nicht zu Fuß durch die weniger befahrenen Straßen machen – die Liebsten verteidigen ihr Revier ziemlich gut :-D.

 

Unsere Highlights in Kampot

Wir haben so einiges in diesem schönen Ort erlebt und können eigentlich alles wärmstens weiterempfehlen.

 

Das Zentrum & das französische Viertel

Ziemlich schnell gelangt man durch die verschiedenen Gassen in das Herz von Kampot. Viele kleine Cafés und Restaurants haben schon ab dem frühen Morgen geöffnet und laden auf Snacks oder einfach eine Tasse Tee ein. Wir lieben den Kolonialstil älterer Gebäude – diese findet ihr an vielen Ecken in Kampot! Also nahmen wir es uns zur Aufgabe, die Schönsten von ihnen zu finden. Allerdings muss ich zugeben – an diesem Tag war meine Motivation ausbaufähig. Manchmal geht es also auch mir so – einfach mal die Momente genießen ohne Kamera in der Hand.

 

Sonnenuntergang am Flussufer

Wenn der Tag dem Ende zugeht und die Dämmerung einbricht, ist es Zeit, sich an das Ufer zu setzen und den wunderschönen Sonnenuntergang hinter dem Bokor Nationalpark zu genießen. Die Boote und Brücken sind wunderschön beleuchtet. Ein wenig erinnerte uns Kampot an Hoi An – einer unserer Lieblingsorte. Dabei kommt es nicht ganz an den schönen Fleck in Vietnam dran, ist aber weitaus nicht so touristisch. Nebenbei öffnen erst nach der Dämmerung viele verschiedene Märkte in und rund um Kampot.

 

Der Bokor Hill Nationalpark

Kampot Tipps Ausblicke

Von Kampot aus lässt sich der ca. 140.000 Hektar große Nationalpark perfekt erreichen! Leider gibt es im Bokor NP inzwischen einige Baustellen und große Resorts – für uns trotzdem ein Highlight in Kampot, welches nicht fehlen darf! Der Nationalpark hat Einiges zu bieten – von Tempeln über große Buddha-Statuen und Wasserfälle bis hin zu atemberaubenden Ausblicken!

Innerhalb des Parks soll es noch einige wilde Tiere geben, wie z.B. Elefanten und Leoparden. Die Wahrscheinlichkeit, einen der Herrschaften zu treffen ist wohl kleiner als ein Lottogewinn. Eine Vielfalt an Vögeln und Affen lässt sich mit etwas Glück aber doch sehen 😊. Wie wir unseren Ausflug zum Bokor Nationalpark gestaltet haben uns was es dort alles zu sehen gibt, findet ihr im folgenden Beitrag 😊.

 

Pfefferplantagen in Kampot

„Geht hin, wo der Pfeffer wächst!“ Jap, wir konnten den Satz irgendwann auch nicht mehr hören, aber es ist wirklich so. Wir haben uns La Plantation für eine Besichtigung ausgesucht und es hat sich gelohnt. Die Fahrt zu den Plantagen hingegen war der reinste Horror. Die Buckelpiste hat uns das ein oder andere Mal ordentlich leiden lassen. Vorbei an giftig grünen Reisfeldern kamen wir nach über einer Stunde bei der Pfefferplantage an. Wir empfehlen eine Besichtigung am Morgen oder am späten Nachmittag – das ist aufgrund der Hitze einfach angenehmer.

Alle 30 Minuten beginnt eine kostenfreie Tour durch die Plantagen, die etwas über 20 Minuten dauert. Im Anschluss könnt ihr bei einem kleinen Tasting mitmachen, nehmt euch dafür aber am besten genug zu trinken mit – kann scharf werden :-D. Letztendlich könnt ihr vor Ort natürlich etwas kaufen – ein Muss ist dies aber nicht. Die Preise sind etwas höher. Da wir aber sowieso keinen Platz mehr in unserem Gepäck hatten, fiel das Shopping ausnahmsweise aus.

 

Kajak fahren

Wahrscheinlich das Highlight in Kampot für uns. Für 5$ die Stunde konnten wir uns in unserer Unterkunft ein Kajak mieten. Der Fluss bietet eine perfekte Möglichkeit, um die Ruhe der Gegend zu genießen. Somit begann unsere Tour durch eine kleine Palmenoase und ging weiter über den großen Fluss. Vorbei an schönen Holzhütten paddelten wir in Richtung Dschungel. Und das beste daran: Wir waren völlig alleine. Am besten zieht man sich aber Badesachen an, ein nasser Hintern ist nämlich garantiert :-D. Und falls ihr genauso tollpatschig seid wie Daniel (ich weise damit auf unseren Über uns Beitrag hin) fallt ihr beim Versuch, das Kajak zu verlassen inklusive Handy ins Wasser. Nebenbei können wir euch unsere wasserfesten Taschen für solche Aktivitäten empfehlen. Passt nicht ganz so viel rein, aber das Wichtigste ist vor Feuchtigkeit geschützt 😊.

 

Schau dich um – Durian Roundabout & Co.

Kampot Tipss Durian Roundabout

Wenn du durch Kampot läufst oder mit dem Roller ein wenig umher fährst, findest du viele schöne Ecken, die einfach nur gefunden werden wollen. Von dem wunderschönen Seerosenteich, dem unübersehbaren Durian Roundabout bis hin zu schönen Flusslandschaften. Das Beste ist jedoch, schöne Orte zu entdecken, ohne sie vorher auf dem Plan zu haben.

Tipps Kampot Seerosenteich

 

Restaurant Tipps für Kampot

All zu viele vegane Möglichkeiten gab es in Kampot für uns nicht. Dafür haben wir aber zwei tolle Restaurants gefunden, die uns mehr als sättigen konnten :-D.

 

Deva Café

Eine super niedliche Holzhütte auf der anderen Seite des Flusses. Vor allem die Terrasse ist ein toller Ort, um sich das Essen schmecken zu lassen. Es gibt eine gute Auswahl zum Frühstücken – Müsli, Porridge und tolle Sandwiches! Auch zum Abendessen gibt es einige Möglichkeiten, super lecker – fehlt nur ein wenig Salz & Pfeffer :-D.

 

Simple Things

Das vegetarische Restaurant bietet auch eine große Auswahl an veganen Speisen an. Dabei ist das Frühstück der Oberhammer! Herausstechend waren dabei das Tempeh Sandwich und das Granola & Fruit Müsli! Auch das Abendessen war ziemlich gut! Meistens haben wir uns an Hummus, Burger und Sandwich vergnügt 😀 Ein Highlight war dann noch der Mango Cheesecake – unbedingt probieren, falls ihr dort seid 😊.

 

Fazit zu Kampot

Insgesamt hat uns Kampot wirklich gut gefallen und wir sind froh, dass wir dort 5 Nächte verbracht haben. Es gab Einiges zu erleben: Wir konnten die wundervolle Ruhe genießen und trotzdem waren wir nicht weit vom Schuss. Also ein toller Ort, um ein wenig herunterzukommen und sich trotzdem nicht zu langweilen 😊.

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