Highlights in Siem Reap und Angkor Wat

Der letzte Stopp auf unserer Reise durch Kambodscha war Siem Reap. Natürlich auch, weil wir die einzigartige Tempelstätte Angkor Wat besichtigen wollten. Doch bei unserem Aufenthalt haben wir eins festgestellt: Neben Angkor gibt es noch viele weitere Highlights in Siem Reap.

 

Allgemeine Infos über Siem Reap

Im Nordwesten von Kambodscha liegt die Provinz Siem Reap und dessen gleichnamige Hauptstadt. Bei einer Fläche von ca. 10.300 Quadratkilometern wird die Provinz in 12 Bezirke und 900 Dörfer unterteilt. Es ist wohl kein Geheimnis, dass es die meisten Touristen einzig und allein wegen dem sogenannten 8. Weltwunder in die Stadt zieht. Dabei gibt es dort so vieles mehr zu sehen.

Wir haben uns in Siem Reap unglaublich wohl gefühlt und die Stadt hat uns auf Anhieb gefallen! Chaotischer Verkehr – ruhige Landstraßen, Ausgehviertel – niedliche Cafés, Entspannung am Pool – Tempelabenteuer, Souvenirmärkte – einheimisches Dorfleben. Noch Fragen?

 

Das Klima in Siem Reap

In Siem Reap ist das ganze Jahr über ziemlich warm – eher gesagt heiß. Dabei liegen die Temperatur so gut wie jeden Tag über 30°C – gelegentlich übersteigen die Temperaturen auch die 40°C-Grenze. In der Zeit von Dezember – März ist die Niederschlagsmenge am geringsten, hingegen von Juni – August am meisten. Siem Reap ist trotz allem, das ganze Jahr über gut zu bereisen.

 

MonatJFMAMJJASOND
Tagestemperatur °C313435353433323231313131
Niederschlag Tage/Monat113611151515161461

 

Anreise nach Siem Reap

Da wir uns zuvor auf der 315 km weit entfernten Insel Koh Rong Samloem befanden, gab es verschiedene Möglichkeiten, um nach Siem Reap zu gelangen. Welche das sind und wie wir uns entschieden haben, zeigen wir im Folgenden.

 

Unsere Variante: Fähre – Zug – Bus

Logisch, egal auf welcher Insel man sich befindet – zuerst geht’s wieder nach Sihanoukville. Da geht wohl leider kein Weg dran vorbei :-D. Also gingen wir am Tag unserer Abreise von Koh Rong Samloem zum Ticketoffice von dem Speedboat-Betreiber und buchten unsere Rückfahrt. Bezahlt hatten wir diese ja schon beim Kauf unseres Kombitickets (An- und Abreise). Man muss sich lediglich einen Platz reservieren.

 

Mit der Fähre von Koh Rong Samloem – Sihanoukville

Dann war es so weit: Der letzte Morgen auf Koh Rong Samloem. Der Tag, an dem das Meer so unruhig war, dass Speedboote & Co sich nicht in Richtung Festland aufmachten. Schicksal? Nö, zu unserer Zeit ging der Betrieb ganz normal weiter. Nicht zu meinem Vergnügen. So wie Daniel sich auf jedem Flug fühlt, ging es mir auf dieser Überfahrt. Das Boot sprang meterweit über die tobenden Wellen und knallte genauso hart auch wieder aufs Wasser auf. Der kleine Junge neben mir bekam direkt mal ne Tüte in die Hand – davon blieb ich glücklicherweise noch verschont.

Nach 45 Minuten beruhigte sich die Lage ein wenig und ich hätte es selbst nicht für möglich gehalten: Ich war wirklich froh, als wir die Küste von Sihanoukville erreichten. Wir hatten uns für eine Nacht eine Unterkunft in der großen „Baustelle“ genommen, um morgens ganz früh wieder in Richtung Phnom Penh zu verschwinden. Für eine Nacht war dies völlig in Ordnung, wir haben grade mal 20 Euro dafür gezahlt und hatten ein sauberes, klimatisiertes Zimmer. Man muss ja nicht nach draußen schauen :-D. Die Suche nach Essen gestaltete sich hingegen etwas schwieriger. Alles chinesisch und niemand, der dich versteht. Es lief auf Oreos und Äpfel hinaus, die typische Notlösung, die uns vorm Verhungern bewahrt.

 

Mit dem Zug von Sihanoukville – Phom Penh

Wir entschieden uns mit dem Zug wieder zurück nach Phnom Penh zu reisen. Wir zahlten für die 7 Stunden nach Phnom Penh 7$ pro Person. Buchen könnt ihr die Tickets bereits im Voraus über Royal Railways.

Wir buchten uns für eine Nacht die Poolside Villa für 15€, gingen eine Partie Tennis spielen, schlemmten danach wieder ordentlich und freuten uns auf die Reise Richtung Siem Reap.

 

Mit dem Bus von Phnom Penh – Siem Reap

Über die Interseite von 12go.asia suchten wir uns die beste Verbindung nach Siem Reap heraus. Aufgrund der guten Bewertungen fiel unsere Wahl auf das Busunternehmen Giant Ibis. Gebucht haben wir auf der Seite von Giant Ibis selbst. Für die 5-stündige, komfortable Fahrt inkl. Wifi und 2 Stopps zahlten wir 15$. Das Busunternehmen bietet außerdem einen Shuttle von der Unterkunft zur Busstation an. Der ganzen Geschichte haben wir allerdings nicht so viel Vertrauen geschenkt und organisierten uns selbst einen Transfer via TukTuk. Ein Shuttlebus stand allerdings wirklich bereit, ob er uns abgeholt hätte, steht in den Sternen :-D.

In Siem Reap wartete auch schon der, vom Hotel bestellte, TukTuk-Shuttle auf uns. Lächelnd stand er da, mit dem Zettel in der Hand „Daniel Robrecht“. Über diese Kleinigkeit freuen wir uns immer wieder aufs Neue – keine Ahnung wieso :-D.

 

Andere Möglichkeiten von Sihanoukville – Siem Reap

Natürlich war unser Weg nicht gerade der schnellste und direkteste Weg. Da wir aber kein Zeitstress hatten, war es für uns definitiv der Beste. Viele Möglichkeiten für den Transfer werden auch noch am Pier in Sihanoukville angeboten.

 

Mit dem Minivan nach Siem Reap

Die immer beliebtere Variante, um nach Siem Reap zu gelangen, ist der Minivan. Die Kleinbusse fahren zwischen 9 und 11 Stunden und halten dabei ebenfalls in Phnom Penh. Auch ein Grund, weshalb wir uns für die Kombi Zug + Bus entschieden haben. Die Fahrt kostet ca. 25$.

Unternehmen, die u.a. Minivans anbieten: – Mekong Express – Mey Hong Bus

 

Mit dem Nachtbus nach Siem Reap

Die Fahrt dauert zwischen 10-12 Stunden und kostet ebenfalls um die 15$. Mit dem Transfer via Nachtbus spart man sich Zeit und gleichzeitig die Kosten für eine Unterkunft in der Nacht. Manko: Was macht man teilweise um 5:00 Uhr morgens in Siem Reap, wenn der Check In erst um 14:00 Uhr möglich ist?

Weitere empfohlene Busunternehmen:

– Mekong Express – Virak Buntham

 

Mit dem Flugzeug von Sihanoukville nach Siem Reap

Über Skyscanner lässt sich auch ganz einfach ein Flug von Sihanoukville nach Siem Reap buchen. Für ca. 40 – 100$ pro Person kommt man innerhalb von einer Stunde in Siem Reap an.

 

Unsere Unterkünfte in Siem Reap

Da sich unsere Entscheidungsfreude häufig in Grenzen hält, buchten wir direkt zwei Unterkünfte in Siem Reap.

 

Cheata Residence

Die ersten fünf Nächte verbrachten wir in der Cheata Residence, die wir für 35€ die Nacht inkl. Frühstück buchten. Im Zimmerpreis war der Transfer von der Busstation enthalten. Somit kamen wir auf einfachem Weg in der kleinen Oase an. Das neue Hotel begeistert mit seinen großen und sehr komfortablen Zimmern. Also hieß es: Die Rucksäcke endlich mal wieder vollständig auspacken und sich ausbreiten (was ich beim Einpacken immer wieder verfluche). Zudem gibt es einen kleinen Pool, ein Fitnessstudio und eine schöne Dachterrasse, die den Aufenthalt perfekt machten!

 

Maison Damnak

Für weitere vier Nächte ging es für uns dann etwas weiter in Richtung Stadtzentrum, in das Maison Damnak. Für ebenfalls 35€ die Nacht erwarteten wir auch hier eine Portion Erholung. Damit schlossen wir aber schnell ab. Die Unterkunft ist leider völlig veraltet. Die Außenanlage schreckte uns mit kaputten Liegen und dreckigem Pool eher ab. Wie Bilder manchmal täuschen können. Aber auch das passiert mal und gehört dazu. Die Zimmer hingegen waren völlig in Ordnung. Ziemlich groß und sogar 2 Waschbecken, sodass Daniel und ich uns beim Zähneputzen ausnahmsweise mal nicht auf die Füße traten. Ein wenig vermissten wir unsere alte Unterkunft, aber im Endeffekt haben wir dort sowieso kaum Zeit verbracht 😊.

 

Unsere Highlights in Siem Reap

Verschiedene Highlights in Siem Reap zu erleben, ist wirklich nicht schwer – der Ort bietet nämlich ziemlich viel! Von endlosen Märkten, Popcornabenden und aufregenden Tagen zwischen einzigartigen Tempeln – langweilig wird’s dabei garantiert nicht.

 

Die Pub Street

Wer ein wenig in Feierlaune ist, sollte sich in Richtung Pub Street begeben – sie ist kaum zu übersehen! Die bunten Würfel und Lichterketten blinken in verschiedenen Farben und aus den Restaurants und Kneipen tönt unterschiedliche Livemusik. Hier ist jeden Abend was los und das Beste daran: Das Bier ist unschlagbar günstig! Die Pub Street ist also nicht nur sehenswert, sondern bietet sich auch gut an, um am Abend gut und günstig in Siem Reap zu versacken.

 

Verschiedene Nachtmärkte & der Art-Center-Night-Market

Wenn es dunkel wir, erwacht das Zentrum von Siem Reap erst richtig zum Leben. Neben der Pub Street öffnen nämlich auch verschiedene Nachtmärkte, durch die Man(n) stundenlang schlendern „muss“. Ein richtiges Paradies für mich! Daniel übernimmt häufig den unangenehmen Teil, mich daran zu erinnern, dass unsere Rucksäcke jetzt schon fast platzen. Ein richtiger Hingucker ist dabei auch der Art Market auf der anderen Seite des Flusses. Die Brücken und der Markt sind mit vielen bunten Lichterketten geschmückt.

 

The Phare Circus

Als ich „Zirkus“ hörte, tobte schon die Vorfreude in mir und Daniel hatte keine andere Wahl, als uns Tickets zu besorgen. Der Phare Circus besteht aus einer Gruppe von Einheimischen, die ihr artistisches Talent in einer kleinen Manege aufführen. Dies wird in eine kleine Geschichte verpackt, bei uns ging es um das Nachtleben in Kambodscha – sprich Bier, Liebe, Spaß und ganz viel Talent! Dabei handelte es sich nicht um die beste artistische Vorführung, die wir je gesehen haben, aber die ganze Atmosphäre ist schon besonders. Außerdem wollte ich auch unbedingt mal wieder Popcorn essen :-).

 

Preiskategorien des Phare Zirkus

Es gibt mehrere Vorstellungen am Abend, die ca. eine Stunde dauern. Darüber hinaus gibt es drei Preiskategorien – A, B & C – mittig, schräg & außen – 32$, 26$ & 18$ pro Person. Wir haben uns für die günstigste Kategorie C entschieden und würden dies auch wieder so machen. Es lohnt sich dabei, eine halbe Stunde vor Beginn da zu sein – freie Platzwahl! Darüber hinaus gibt es auch ein kleines Café und eine Cocktailbar, die Zeit lässt sich also prima mit Essen & Trinken überbrücken. Tickets erhält man an vielen verschiedenen Ständen im Zentrum. Die Eintrittsgelder fließen in die Zirkusschule der Artisten und weitere gute Zwecke.

Außerdem arbeiten im Phare Zirkus ausschließlich Menschen, Tiere gibt es in der Manege nicht. Wir informierten uns nämlich nebenbei noch über andere Theater- und Musicalshows, bei denen das leider anders aussieht. Wir können es nur jedem ans Herz legen, die Shows mit Tieren nicht zu unterstützen. Keines der Tiere macht dies freiwillig und es ist sicherlich nicht angenehm für diese. Wer Lust auf ein wenig Abwechslung am Abend hat, sollte den Phare Cirkus wählen 😊.

 

Lust auf ein traditionelles Bambus-Tattoo?

Wir sind durch die Straßen von Siem Reap geschlendert und da lächelte uns das ein oder andere Tattoostudio an. „Traditionelles Bambustattoo“. Schnell Mr. Google gefragt, Risiken u.s.w. abgecheckt und schon hatten wir Lust auf ein Tattoo, handgestochen mit einem Bambusstab :-). Nach vielen positiven Bewertungen stießen wir auf das Sovannaphum Studio von einem Australier. Ein kurzes Gespräch und da hatten wir auch schon unsere vier Termine. Wenn man schon einmal auf dem Stuhl sitzt, soll es sich ja auch lohnen.

Wir entschieden uns für ein Sak Yant Tattoo, das Hah Taew. Das Bambustattoo stach uns ein singender Kambodschaner, inklusive Lolli im Mund. Die ersten Stiche waren für mich wirklich Qual, im Gegensatz zum Tattoo mit der Maschine entsteht es mit mehr Druck und es dauert etwas länger. Wir können nur sagen: Wir lieben dieses Tattoo! Es ist ruckzuck verheilt und sieht super aus. Am nächsten Tag verbrachten wir ganze 11 Stunden im Studio. Wir können dies nur weiterempfehlen, es war alles sauber, wir sind sehr zufrieden und hatten viel Spaß mit der Familie dort – also ausnahmsweise mal ein etwas anderes Highlight in Siem Reap.

  1. Zeile: Schutz vor körperlichen Verletzungen, Schmerzen und ungerechten Strafen. Die Wirkung setzt ein, wenn die Welt dunkel wird, beseitigt unerwünschte Geister und schützt den Ort, in dem der Träger lebt
  2. Zeile: Schutz vor schlechten Horoskopen und Sternen – kehrt diese in das Gegenteil um. Außerdem Schutz vor Unglück jeder Art
  3. Zeile: Schutz vor schwarzer Magie und Flüchen
  4. Zeile: Förderung von Glück und Erfolg in der Zukunft
  5. Zeile: Verleiht Ausstrahlung und Anziehungskraft des Trägers

 

Wat Preah Prom Rath

Neben den typischen Bauten des Angkors bietet dieser Tempel im Zentrum von Siem Reap eine geeignete Abwechslung. In bunten Farben leuchten die verschiedenen Figuren des Wat Preah Prom Raths. Der moderne Tempel befindet sich direkt an der Straße am Flussufer und ist bei einem Spaziergang kaum zu übersehen. Der Eintritt ist kostenfrei – ein kurzer Besuch lohnt sich.

 

Angkor Archeaological Park

Last but not least – der Angkor. Das Highlight in Siem Reap, welches die meisten Touristen in die Stadt zieht – und das vollkommen zurecht. Der gesamte Angkor Komplex ist gigantisch und zählt zu den sehenswertesten und größten Tempeln der Welt. Die Gesamtfläche beträgt dabei mehr als 400 Quadratkilometer.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Angkor Tempel zu besichtigen. 1-Tages-, 3-Tages- oder 7-Tages-Ticket? Mit dem Fahrrad, Tuk Tuk oder E-Bike? Vielleicht sogar ein Helicopter- oder Ballonflug? In unserem Beitrag über den Angkor Tempel findet ihr allgemeine Informationen, verschiedene Routen und natürlich unsere ganz persönlichen Highlights 😊.

 

Restaurant Tipps in Siem Reap

In Siem Reap gab es eine gute Anzahl an vegetarischen und veganen Restaurants, dabei gab es zwei, die es uns sehr angetan haben.

 

Good Vibe

In dem schönen Restaurant Good Vibe gibt es ausschließlich vegane Speisen & Getränke. Darunter eine große Auswahl an Bowls, Pasta, Sandwiches oder super leckeren Pancakes. Sehr zu empfehlen sind die verschiedenen Kaffeegetränke und vor allem der Kuchen! Wir konnten davon gar nicht genug bekommen – von den grandiosen Cheesecakes bis hin zu unserem Favoriten, dem gesalzenen Schokokuchen! Den vermissen wir bis heute. Ein kleines Manko: die Preise – diese sind für die Portionen doch etwas hoch, weshalb wir meistens nur für den Kuchen einen Abstecher gemacht haben.

 

Green-Go-Garden

Unser Stammrestaurant war der Green-Go-Garden. Pizza, Ravioli, Currys, Crepés – egal was wir bestellt haben, es war alles perfekt.

 

Unser Fazit zu Siem Reap

Wir waren insgesamt 9 Nächte in Siem Reap und hätten sicherlich noch welche drauf packen können. Wir haben uns in der Stadt einfach unglaublich wohl gefühlt und für uns war es ein perfektes Gesamtpaket aus Ruhe und Trubel. Wir können die Stadt auch abgesehen vom Angkor Tempel empfehlen – der ist dann halt nochmal die Kirsche auf der Sahnetorte.

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