Allgemeine Info’s & Highlights in Phnom Penh – Kambodscha

Buddha Phnom Penh Highlights

Der zweite Stopp unserer Weltreise galt Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Wir haben vor unserem Aufenthalt nicht wirklich viel Gutes über die Stadt erfahren können, wollten uns aber trotzdem ein eigenes Bild machen. Insgesamt blieben wir 5 Tage und erlebten dabei viele Highlights in Phnom Penh – darunter wunderschöne Tempel, aber auch Einblicke in die grausame Vergangenheit Kambodschas. Im folgenden Beitrag geben wir euch nützliche Informationen und Tipps über die Stadt, die uns trotz vieler Vorurteile sehr gut gefallen hat.

Allgemeine Infos über Phnom Penh

Die im Süden des Landes liegende Hauptstadt Phnom Penh hat eine Einwohnerzahl von ca. 1,5 Millionen. Den Namen trägt die Stadt aufgrund des Tempels Wat Phnom, der im Jahr 1372 auf einem Hügel gebaut wurde. Die traurige Geschichte über die Herrschaft der roten Khmer zwischen 1975 – 1979 hat die Stadt Phnom Penh sehr geprägt – mehr als 2 Millionen Menschen hat der Genozid das Leben gekostet. Bei unserem Aufenthalt haben wir viel über die tragische Geschichte gelernt – dazu später aber mehr…

 

Klima in Phnom Penh

Allgemein lässt sich Phnom Penh zu jeder Zeit gut bereisen. Die Temperaturen befinden sich durchschnittlich immer um die 30°C und die Regenzeit hält sich in der Hauptstadt Kambodschas in Grenzen. Es gibt hier und da mal ein heftigen Schauer und dann ist alles wieder „Friede Freude Eierkuchen“ :-).

 

MonatJFMAMJJASOND
Tagestemperatur272829303030292928282726
Niederschlag (Tage pro Monat)001012445521

 

Anreise von Kuala Lumpur nach Phnom Penh

Die Anreise von Phnom Penh nach Kuala Lumpur gestaltete sich sehr unkompliziert. Hier einmal unser Weg in Richtung Kambodscha :-).

Kuala Lumpur -> Flughafen

In Kuala Lumpur organisierten wir uns ein Taxi, das uns mitten in der Nacht zum KLIA 2 bringen sollte, dem „Terminal“ von dem die AirAsia Flüge starten. Der Taxifahrer, den wir einfach auf der Straße angesprochen hatten, riet uns 3-4 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Da mussten wir beide erstmal schlucken, aber er sollte Recht behalten. Wie vereinbart stand er pünktlich an den Regalia Suites. Für die Fahrt von ca. 45 Minuten + kleinem Mitternachtsbonus zahlten wir 100 RM, das sind ca. 20 Euro.

Lehre an uns selbst: Wir sind es von unseren vorherigen Reisen gewohnt, jeden Tag vollkommen nutzen zu wollen – deshalb buchen wir immer das früheste Transportmittel. Nun haben wir diesen Zeitdruck nicht mehr – also wer zum Teufel hat sich wieder einen Flug um 7 Uhr ausgesucht? Ja, ihr habt das Augenverdrehen richtig interpretiert!

Am Flughafen waren viel zu viele Menschen für die einzelnen Automaten, an denen man das Gepäck aufgeben musste. Also hieß es Rucksäcke etikettieren, richtigen Schalter suchen, zur nächsten Gepäckaufgabe für unsere Tennisschläger u.s.w. – es war ein einziges Hin und Her. Somit verging auch die Zeit vor dem Flug wie im Flug.

Im Flieger bekamen wir auf unserem 2-STUNDEN-Flug eine leckere, warme, vegane Mahlzeit! Ehrlich gesagt waren wir beide sprachlos – damit hatten wir nicht gerechnet. Dann soll nochmal einer sagen der deutsche Service ist der Beste, nachdem wir bei unserem 12 STUNDEN Flug mit Condor 1 warme und 1 kalte Mahlzeit erhielten 😀

 

Phnom Penh Flughafen -> Unterkunft

Am Flughafen von Phnom Penh angekommen, waren wir begeistert von der Sauberkeit dort! Ich glaube solche sauberen Flughafen-Toiletten habe ich bisher nicht einmal in Deutschland erlebt :-D. Zunächst holten wir uns das Visa on arrival – auch hier war alles perfekt organisiert. Ich würde sagen, inklusive Visum + Passkontrolle und Warten am Gepäckband, waren wir keine 30 Minuten beschäftigt.

Draußen warteten dann schon die ganzen Tuk-Tuk Fahrer – da habe ich mich schon die ganze Zeit drauf gefreut! Mit einem Festpreis von teuren 9$ fuhr uns einer von ihnen zu unserer Unterkunft. Bereits auf der Fahrt merkten wir, dass sich dieses Asien gänzlich von der asiatischen Metropole Kuala Lumpur unterscheidet. Statt der vielen Wolkenkratzer aus Malaysias Hauptstadt trafen wir hier wieder auf viele kleine Holzhütten, in denen die Khmer leben. Jetzt konnte unsere Reise durch Kambodscha losgehen.

 

Unsere Unterkunft in Phnom Penh

Wir buchten unser Appartement, das Treehouse über Airbnb – pro Nacht zahlten wir 20 Euro. Um in unser Zimmer zu gelangen, mussten wir erstmal zwei steilere, schmale Treppen hoch und kamen im wunderschönen klimatisierten Zimmer an. Wisst ihr was für mich am allerschönsten war? Nach der Lautstärke in unserer Wohnung in Kuala Lumpur war es hier einfach absolut ruhig! Für mich schon das erste Highlight in Phnom Penh. Ich freute mich bereits darauf, am Abend ins Bett zu gehen :-D.

Von Schreibtisch, Bett, Tisch & Stühlen, Sofa und Schrank hatten wir alles, was wir brauchten. Nur beim Badezimmer war ein wenig Luft nach oben. Um zur Küchenzeile und zum Badezimmer zu gelangen, mussten wir eine noch steilere Treppe hinunterlaufen – das ging uns schon beim 3. Mal auf den Senkel :-D. Das Appartement war abgesehen vom Bad, das in Ordnung war (aber einfach zu klein) blitzeblank. Von der Riverside und dem bekannten Royal Palace trennten uns ca. dreißig Minuten Fußmarsch.

 

Fortbewegung in Phnom Penh

Dieses Mal konnte wir endlich wieder viel zu Fuß gehen. Wenn man aufmerksam ist und die entgegenkommende Straßenseite nutzt, kann man ohne Probleme die meisten Ziele zu Fuß abklappern. Das Überqueren der Straße stellt sich meistens nicht ganz zu einfach da, man muss einfach den richtigen Moment abwarten bis man zwischen Rollern, Tuk Tuk’s und Autos hindurch marschieren kann.

Aber Vorsicht! Wenn ihr wie wir Tierfreunde seid, gebt acht wo ihr durchlauft. Wenn es der Fall ist und man landet auf einem der vielen Märkte, kann es durchaus sein, dass ihr aufgeschlitzte, noch lebende Schildkröten seht, oder ein Huhn, dass bei lebendigem Leib gerupft wird. Nein, das sind keine schönen Anblicke. Wenn wir aufgrund einer anstrengenden Laufeinheit am Morgen doch mal keine Lust hatten, sind wir einfach aufs Tuk Tuk oder die Motorroller-Karren-Kombi umgestiegen, diese findet ihr an jeder Straßenecke, bzw. sie finden euch :-D. Und auch hier heißt es: Immer schön handeln! Wir haben eigentlich für fast jede Strecke 2$ gezahlt.

 

Unsere Highlights in Phnom Penh

Unsere persönlichen Highlights in Phnom Penh haben wir hier für euch aufgelistet :-).

 

Royal Palace

Der königliche Palast, der zwischen 1866 und 1870 errichtet wurde, gehört auf jeden Fall zu unseren Highlights in Phnom Penh. Die wunderschöne, große Anlage besteht aus mehreren Gebäudekomplexen, darunter auch die sehenswerte Silberpagode. Die vergoldeten Gebäude geben einen kleinen Einblick in das königliche Leben. Aus Respekt ist auch hier auf angemessene Kleidung, sprich bedeckte Knie und Schultern, zu achten. Einige Teile des Palastes kann man nicht besichtigen, da sie noch heute Residenz des Königs sind.

Der Eintritt beträgt 10$ pro Person.

Die Öffnungszeiten sind von 8 – 11 Uhr und von 14 – 17 Uhr -> Empfohlen werden für einen Besuch die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag. Wir haben gegen 16 Uhr den Tempel besichtigt und dafür ca. 2 Stunden gebraucht. Es war angenehm leer und die Temperaturen nicht mehr allzu heiß.

 

Wat Phnom Tempel

Einer Legende nach wurde der Bau des Tempels im Jahr 1372 von einer Witwe initiert. Demnach soll die wohlhabende Frau 5 Buddha-Statuen in einem angespülten Baumstamm am Flussufer des Mekongs gefunden haben. Daraufhin wurde der Tempel auf einem 27m hohen Hügel mit Hilfe des Baumstammes gebaut – die 5 Statuen mittendrin.

Der Tempel ist wirklich schön gelegen – eine kleine, grüne Wohlfühloase. Mit ganz viel Glück und Geduld hat man die wunderschöne Treppe zum Tempel hin auch mal für sich alleine 😊.

Der Eintritt beträgt 1$ pro Person.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 8 – 18 Uhr.

 

Wat Ounalom

„Wat“ bedeutet übrigens Tempel – dieser hier gehört zu den Wichtigsten in Phnom Penh. Er dient als Sitz des Mohanikay-Ordens und wurde im Jahr 1443 fertiggestellt. Außerdem wird er auch „Eyebrow Tempel“ genannt, da der Hauptkomplex ein Haar von Buddhas Augenbraue beherbergen soll. Ein kleiner Rundgang durch den Tempel mit vielen kleinen Details lohnt sich allemal.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 8 – 18 Uhr.

 

Das Unabhängigkeitsdenkmal

Unabhängigkeitsdenkmal Phnom Peng Highlights

Nicht zu übersehen, ist das eindrucksvolle Unabhängigkeitsdenkmal in Phnom Penh. Das Denkmal symbolisiert die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreichs. Drumherum: Ein brausender Kreisverkehr. Zum Abend hin sind die Straßen und das Denkmal toll beleuchtet. Also am Tag und bei Nacht wirklich sehenswert!

 

Die traurige Geschichte Kambodschas

Ich würde sagen, es ist falsch diesen Teil unseres Beitrages als „Highlight in Phnom Penh“ zu deklarieren. Sagen wir so, es waren zwei Orte, die uns den Atem stocken ließen. Es war wirklich nicht einfach, diese historisch prägenden Plätze in Phnom Penh zu besichtigen. Die tragische Geschichte Kambodschas, die durch die roten Khmer bestimmt wurde, ist Teil dieses Landes und gehört für uns zu einem Aufenthalt in Phnom Penh dazu. Ausführliche Audio Guides helfen, die Geschehnisse dieser Zeit besser nachvollziehen zu können.

In der Zeit zwischen 1975 und 1979 – also gerade mal 40 Jahre her, regierten die roten Khmer unter der Führung von Pol Pot das Land. Ziel war ein vollkommender Agrarkommunismus. Die Bevölkerung wurde von der Hauptstadt aufs Land getrieben, um dort über 12 Stunden harte Arbeit mit nur wenig Essen und Trinken zu verrichten. Dabei wurden Fahrzeuge und auch religiöse Stätten von den roten Khmer zu größten Teilen zerstört. Die „Verbrecher“, also vor allem intellektuelle Menschen, wie z.B. Ärzte oder auch einfach diejenigen, die eine Brille trugen, wurden in das S21 Foltergefängnis „Toul Sleng“ gebracht. Dort wurden schätzungsweise über 14.000 Menschen inhaftiert.Die Menschen wurden auf schrecklichste Weise gefoltert, bis sie zu einem „Geständnis“ bereit waren.

Genozidmuseum Toul Sleng & die Killing Fields

Heute lassen sich die Zellen, Denkmale und auch Fotos von den Betroffenen im Toul Sleng Genozidmuseum besichtigen. Mit Hilfe des Audioguides kann man Erzählungen von Angehörigen der Opfer, von einem der wenigen Überlebenden selbst und auch die Berichte einiger Wärter des Gefängnisses anhören.

Toul Sleng Genozidmuseum Highlights Phnom Penh

Das bekannteste Killing Field ist Choeung Ek. Hier befinden sich die Massengräber von Männern, Frauen und auch Kindern. Es ist ein schwerer Gang durch die heute grüne Oase – kaum vorstellbar, was es eigentlich für ein trauriger Ort ist. Über 17.000 Menschen kamen in Choeung Ek ums Leben – und das auf brutale Art und Weise. Die Menschen wurden nicht erschossen, da Munition gespart und Lärm vermieden werden sollte. Stattdessen nutzten die roten Khmer verschiedenste Waffen. Der schlimmste Moment für uns – ein Baum, an dem Säuglingen und Kindern die Köpfe eingeschlagen wurden. Kaum vorstellbar, wozu Menschen fähig sind. Noch jetzt kommen mir bei der Erinnerung die Tränen.

Studien zu Folge töteten die roten Khmer über 2 Millionen Menschen.

Am 07. Januar 1979 wurde das Pol Pot Regime gestürzt – noch heute wird dieser Tag von den Kambodschanern gefeiert. 

Aus Respekt ist bestimmte Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt, vorgegeben – im Toul Sleng lassen sich aber auch für einen kleinen Pfand Hose und T-Shirt ausleihen. Bei Männern wird das mit den Knien hingegen nicht so streng genommen.

 

Toul Sleng:

Der Eintritt kostet inkl. Audio Guide (den wir absolut empfehlen) 8$ pro Person.

Die Öffnungszeiten sind von 8 – 17 Uhr.

Killing Fields:

Der Eintritt kostet inkl. Audio Guide (auch hier empfohlen) 6$ pro Person.

Die Öffnungszeiten sind von 7:30 – 17:30 Uhr (wenn ihr allerdings bis 16:15 Uhr mit dem Rundgang fertig seid, könnt ihr euch noch einen Film im anliegenden Museum anschauen – hierfür waren wir leider zu spät.

Die Killing Fields liegen ein wenig außerhalb der Stadt und sind am besten mit dem Tuk Tuk zu erreichen, welches 11$ gekostet hat – unser Fahrer hat während der Besichtigung auf uns gewartet.

Das Gefängnis und die Killing Fields sind in der Stadt auch kombiniert zu buchen – unserer Meinung nach ist dies allerdings etwas viel für einen Tag. Daher unsere Empfehlung: Erst das Gefängnis besichtigen und am nachfolgenden Tag die Killing Fields.

 

Promenade – Sisowath Quay

Einer unserer Lieblingsplätze und somit einer der Highlights in Phnom Penh. Wir fanden es unglaublich schön, morgens bei einer kleinen Laufeinheit die Brise des Flusses zu spüren, oder auch am Abend, bei bunter Beleuchtung und leckeren Cocktails den Tag ausklingen zu lassen.

Wir hatten Glück gerade zum Waterfestival in der Stadt zu sein – es ist ein großes Fest für die Einheimischen. Die Wege werden zum Teil abgesperrt und es ist Einiges los auf den Straßen Phnom Penhs. Da wir erst am letzten Tag des Festes angereist sind, war das Programm für uns eher unspektakulär, das Drumherum schuf aber eine tolle Atmosphäre!

 

Unserem Hobby in Phnom Penh nachgehen:

Jawohl, Phnom Penhs Highlights bestehen für uns nicht nur aus Sightseeing-Touren, sondern auch darin unserem Hobby nach zu gehen – Tennis. Nahe des Olympiastadions konnten wir uns für 12$ die Stunde eine Runde auspowern. Darüber hinaus mit vielen jüngeren kambodschanischen Zuschauern 😊.

 

Restaurant Tipps

In Phnom Penh hatten wir eine kleine, aber feine Auswahl an veganen Restaurants!

 

Masala Dosa

Ein super leckeres indisches Restaurant mit sehr nettem Inhaber! Es gibt eine große Auswahl an „Dosas“. Darunter könnt ihr euch Teig, also einen „Roti“, mit verschiedenen Füllungen vorstellen. Garantiert für jeden was dabei 😊.

 

Sacred Lotus

Das Homestay bietet nebenbei tolle vegane Speisen, sowohl Frühstück als auch warme Speisen an – dabei gibt es eine große Auswahl asiatischer und europäischer Gerichte – wie zum Beispiel Pizza und Burger 😊

 

Bong Bonlai

Unser Lieblingsfleckchen! So fantastisches veganes Essen und die Mitarbeiter sind wirklich super lieb! Die Pancakes mit Passionsfrucht, sowie das Toast mit Bohnen und Avocado sind einfach der Hit. Unser Favorit war allerdings der Brunch am Wochenende von 11 – 14 Uhr. Jede Leckerei kostet dabei nur 1$ – das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen und fast das ganze Angebot durchprobiert. Und eins noch: Ich kenne nicht viele Menschen, die keine Bananen essen – Daniel ist einer von ihnen. In diesem Restaurant konnte auch Daniel dem Bananenshake nicht widerstehen. Das soll schon was heißen :-D.

 

Fazit zu Phnom Penh

Wir haben uns in dieser Stadt wirklich wohl gefühlt. Natürlich ist hier ein großes Problem der ganze Müll. Dass man um Fruchtshakes noch einmal eine Plastiktüte packt, werden wir wohl nie verstehen. Leider ist dieses Problem in ganz Asien verbreitet – nicht nur in Phnom Penh. Insgesamt hat uns die Stadt aber so viel geboten, sodass wir einen Aufenthalt von 5 Tagen perfekt fanden. In dieser Zeit konnten wir diese zahlreichen Highlights in Phnom Penh erleben.

Promenade Phnom Penh Highlights

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