Der Bokor Nationalpark – Tipps & Highlights

Immer wieder freuen wir uns über neue Landschaften und die einzigartige Natur. Somit konnten wir nach dem ganzen Trubel den Ausflug in den Bokor Nationalpark gar nicht mehr erwarten. Wie erhofft haben wir einige „Bokor Nationalpark Highlights“ entdeckt.

 

Allgemeine Informationen

Der im Jahr 1993 gegründete Park dient dem Schutz unterschiedlicher Flora & Fauna. Das Dschungelgebiet erstreckt sich über 140.000 Hektar und bietet verschiedene Highlights bei einem Ausflug durch das saftige Grün 😊. Die Bokor Hill Station wurde zwischen 1921 und 1924, in der französischen Kolonialzeit, errichtet und von den Franzosen als Erholungsgebiet genutzt. Leider litt das Gebiet unter dem 2. Weltkrieg und der Herrschaft der roten Khmer und ist anschließend nicht mehr besiedelt worden. Heute wird es auch als „Geisterstadt“ bezeichnet.

 

Anreise & Eintritt für den Nationalpark

Der Bokor Nationalpark, auch Phnom Bokor oder Bokor Hill Nationalpark genannt, liegt im Süden von Kambodscha. Der perfekte Ausgangspunkt ist das ca. 20km entfernte Kampot. Wir haben uns für den gesamten Aufenthalt in dem schönen Ort einen Roller über unsere Unterkunft gemietet – perfekt, um den Bokor Nationalpark zu erkunden. Bis zum Eingang haben wir von Kampots Zentrum ca. 30 Minuten gebraucht. Anschließend ging es weitere 40 Minuten bis nach oben. Die Straße schlängelt sich in Serpentinen durch die Dschungellandschaft. In den Kurven sollte man daher vorsichtig fahren. Insgesamt fehlt von Schlaglöchern und Buckelpisten dafür jede Spur, wie wir es aus dem restlichen Kambodscha kennen – die Straße lässt sich wirklich sehr gut befahren.

Da wir gekrönte Frühaufsteher sind, um die wundervolle Natur in vollen Zügen genießen zu können, haben wir uns um 6:30 Uhr auf den Weg gemacht. Zu dieser Zeit wurde auch am Gate noch kein Eintritt verlangt. Aus anderen Erfahrungsberichten wissen wir, dass man pro Roller 1$ Eintritt zahlt – ich denke zum Preis-Leistungsverhältnis muss ich also nichts mehr sagen :-D. Zu unserem Glück haben wir in den ganzen 3 1/2 Stunden, die wir im Park verbracht haben, tatsächlich nur einige Einheimische angetroffen. Auf unserem Rückweg sind uns dann doch die ein oder anderen Roller entgegengekommen.

Kleiner Tipp: Warm anziehen! Morgens kann hier der Wind ordentlich durchzischen und es wird mit kurzen Sachen so richtig kalt. Wir hatten lediglich eine Jacke dabei, aber kurze Hosen an – das war definitiv grenzwertig :-D.

 

Die Highlights im Bokor Nationalpark

Schon der Weg hoch war für uns ein Highlight. Dieses weite Grün, das sich über mehrere Meilen zieht, ist einfach wunderschön. Die verschiedenen Tiergeräusche machen die Kulisse dann perfekt. Gesehen haben wir lediglich einige Vögel, Schmetterlinge und Äffchen :-D. Die Gewissheit, dass sich aber weiterhin noch einige wildlebende Tiere im Park befinden, genügt uns vollkommen 😊.

 

Die Lok-Yeay-Mao-Statue

Die buddha-ähnliche Statue ist ganz einfach zu erreichen, indem man der Hauptstraße hoch folgt. Irgendwann ragt sie mit ihren bunten Farben und 29 Metern Höhe auf der rechten Seite hervor – ist also nicht zu übersehen und durchaus einen Stopp wert. Ganz besonders ist es, wenn man diesen Ort wie wir, früh morgens, ganz für sich alleine hat. Nur wir und die Rasselbande von Äffchen, die hinter der Statue ihr Unwesen treibt.

 

Die alte katholische Kirche

Nachdem wir an den ersten großen Baugerüsten vorbeikamen, war die Enttäuschung zunächst ziemlich groß. Leider fällt also auch dieser schöne Nationalpark dem Kommerz zum Opfer. Naja, einmal Schlucken und weiter. An der Gabelung fuhren wir auf der linken Straße weiter. Nach einigen Metern erschien auf der rechten Seite eine Kathedrale. Neben der alten verlassenen Kirche haben wir einen noch schöneren Ausblick entdeckt. Links führt ein kleiner steiniger Pfad nach oben und Wow! Die erste Enttäuschung nach den großen Hotelanlagen war umgehend verschwunden. Wir genossen den wundervollen Ausblick auf den riesigen Dschungel und die uns zu Füßen liegende Küste im Süden von Kambodscha.

 

Das alte Casino bei der Bokor Hill Station

Bokor Nationalpark Casino

„Wo ist es?“ „Ist es das?“ „Nicht ernsthaft!“ Spooky! Cool! Ein „Must see“! War es bestimmt mal: Als es noch düster, verlassen und besonders war. Diesmal hatten wir uns wohl nicht gut genug informiert und wurden somit von einem renovierten und austauschbaren Gebäude begrüßt. Für uns gehört es somit nicht zu den Bokor Nationalpark Highlights. Also hielten wir auch gar nicht länger und fuhren noch etwas weiter zu einigen noch ursprünglichen und wirklich verlassenen Gebäuden – nicht so sehenswert, wie es das Casino mal gewesen sein muss, aber dafür überraschte uns noch ein weiterer schöner Ausblick 😊. Wer sich das alte Casino mal ansehen möchte, kann z.B. bei Life to go vorbeischauen :-).

 

Wat Sampov Pram

Vorbei an einem ganz schicken, chinesischen Tempel und weiteren Hotelklötzen kamen wir beim Tempel an. Der Wat Sampov Pram ist eine schöne Tempelanlage aus dem Jahr 1924. Wir stellten unseren Roller ab und liefen ein wenig durch den Komplex. Dabei fanden wir viele heilige Figuren, schöne Buddha-Statuen und erneut einen schönen Ausblick! Der Tempel ist wirklich empfehlenswert!

 

Der Bokor-Lake

Bokor Nationalpark See

Wir fuhren die Straße zurück und folgten dieser an der Gabelung nun geradeaus. Irgendwann wurde ein See ausgeschildert und wir entschieden uns spontan, diesem auch noch einen Besuch abzustatten. Ohne jegliche Erwartungen fanden wir einen idyllischen Platz in der Natur! Wir genossen die Ruhe an dem schönen See, der von Mangroven umgeben war. Einzig und allein ein kleiner geschlossener Shop und ein paar Tretboote leisteten uns Gesellschaft.

 

Der Popokvil Wasserfall

Bokor Nationalpark Tipps

Zurück zur Hauptstraße führten uns die Schilder zum Popokvil Wasserfall – den Namen krieg ich einfach nicht in den Kopf rein. Für den zweistufigen Wasserfall wurde allerdings ein kleiner Eintritt in Höhe von 1$ für zwei Personen fällig (inklusive einer Flasche Wasser im anliegenden Café). Zu unserem Glück hörten wir das Rauschen von Wasser! Da der Wasserfall in der Trockenzeit nämlich eher eine Niete sein soll, pokerten wir ein wenig mit dem Abstecher. Klar – dieser war sicherlich nicht der Schönste, den wir bisher gesehen haben. Dafür war die umliegende Kulisse einfach atemberaubend! Außerdem war es am frühen Vormittag noch schön leer. Wir können uns aber auch vorstellen, wie touristisch es dort zu einem späteren Zeitpunkt zugeht.

 

Unser Fazit zum Bokor Nationalpark

Der Nationalpark gehört für uns zu den Highlights unserer Reise durch Kambodscha. Einfach weil wir uns nach schöner Natur gesehnt haben und diese ist im Park definitiv zu finden ist! Leider machen die riesigen Hotelanlagen so einiges kaputt und nehmen dem Park etwas von seiner Idylle. Nichtsdestotrotz bietet der Bokor Nationalpark Highlights und wir hatten einen tollen Tag mit vielen einzigartigen Ausblicken bei einem Ausflug in Kambodschas Natur 😊.

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