Etosha Nationalpark in Namibia

… atemberaubende Artenvielfalt  

… weite Landschaften  

… unterschiedliche Vegetation  

… Abenteuer im afrikanischen Busch  

Zebra im Etosha Nationalpark

Auf all das haben wir uns im Etosha-Nationalpark gefreut – dem größten Nationalpark Namibias. Und all das und noch viel mehr haben wir bekommen. Vier Tage haben wir für den über 20.000 Quadratkilometer großen Park eingeplant. Vier Tage bekamen wir nicht genug von der Flora und Fauna des Etosha Nationalpark.  

Wir hätten noch so viel länger dort bleiben können … im afrikanischen Busch. Doch leider mussten wir weiter… Wenn wir eines Tages wieder nach Namibia kommen, werden wir garantiert auch ein weiteres Mal durch den Etosha Nationalpark fahren.  

Doch alles der Reihe nach…  

Die Anfahrt zum Etosha 

 

Nachdem wir in Windhoek gelandet waren und die Vorbereitungen für den Roadtrip abgeschlossen hatten, ging es am nächsten Morgen los Richtung Etosha Nationalpark.  

Lange haben wir überlegt, ob wir die Fahrt an einem Stück machen sollen. Oft wurde uns in Foren oder auf anderen Blogs davon abgeraten. Da unsere Zeit relativ begrenzt war, entschieden wir uns letztendlich doch dafür, die Fahrt ohne Zwischenstopp zu machen.

Und das war eine gute Entscheidung. 400 Kilometer Fahrt in ca. 6 Stunden. Das war für diese Straßenverhältnisse vollkommen in Ordnung. Im Voraus haben wir im Internet Horrorgeschichten mit bis zu 10 Stunden Fahrt gelesen. Bei uns klappte jedoch alles einwandfrei. Früher als geplant kamen wir mittags in unserer ersten Unterkunft an – kurz vor dem südlichen Parkeingang, dem Andersson Gate.  

Eingang zum Etosha Nationalpark
Das Andersson Gate am Etosha Nationalpark

 

Unterkünfte & Verpflegung  

Da wir uns erst zehn Tage vor dem Abflug für eine Reise nach Namibia entschieden, waren leider einige Unterkünfte schon ausgebucht. So kam es, dass im Nationalpark selbst keine Unterkünfte frei waren.  

Unterkünfte im Nationalpark sind insbesondere aus zwei Gründen beliebt: zum einen nächtigt ihr mitten im Park und könnt am Morgen direkt mit der Pirsch beginnen. Darüber hinaus hat jedes der vier großen, staatlichen Camps ein eigenes Wasserloch. Dort ist es rund um die Uhr möglich, die verschiedenen Tiere beim Trinken zu beobachten.  

Nichtsdestotrotz gab es in unmittelbarer Nähe des Parks unzählige Unterkünfte und Camps. Aufgrund des günstigen Preises und der unmittelbaren Nähe zum Eingang (ca. 5 Minuten Fahrt) entschieden wir uns als erste Unterkunft für das Etosha Safari Camp.

 

Etosha Safari Camp  

Nach einem unkomplizierten Check-In schlugen wir auf dem Campingplatz unser Zelt auf. Der Campingplatz kostet 390 Namib Dollar, was umgerechnet ca. 25 Euro pro Nacht sind. Dank des relativ weitläufigen Geländes ist für ausreichend Privatsphäre gesorgt. Jeder Platz hat eine eigene Feuerstelle. Die Toiletten und Duschen befinden sich in der Mitte des Platzes. Jegliche Sorge im Voraus war unbegründet. Die Sanitäranlagen waren super sauber und auch ansonsten ließ das Etosha Safari Camp keinerlei Wünsche offen.

Besonders toll ist auch die Naturnähe des Campingplatzes. Am frühen Morgen sahen wir als Erstes Warzenschweine über den Platz stöbern und nach Essensresten suchen. Also mal ehrlich: morgens bei einem Kaffee auf dem Campingstuhl Warzenschweine im afrikanischen Busch beobachten – was gibt es Schöneres?

Warzenschwein auf unserem Campingplatz 🙂

Die Lodge verfügt zudem über einen Pool, den auch die campenden Gäste nutzen können. Außerdem gibt es jeden Abend ein leckeres Buffet, das ihr unbedingt ausprobieren müsst. Anschließend wird ein Lagerfeuer gemacht und bei afrikanischer Live-Musik konnten wir das ein oder andere kühle Getränk genießen.  

 

Onguma Tamboti Campsite  

Die zweite Unterkunft am Etosha Nationalpark war die Onguma Tamboti Campsite. Für 460 Namib Dollar (ca. 29 Euro) bekamen wir einen eigenen Stellplatz.  

Nachdem wir den Park also im Osten verlassen hatten, waren es nur wenige Meter bis zum Eingang. Am Tor wurden wir darauf hingewiesen, dass wir bis zur Unterkunft in unserem Auto bleiben müssen – denn überall auf dem Gelände können noch wilde Tiere sein. Aufgeregt fuhren wir ohne auch nur ein einziges Tier zu sehen, zum Campingplatz.  

Die Unterkunft und wir – das war Liebe auf den ersten Blick. Jeder Camper hat einen eigenen Platz mit Feuerstelle, eigener Dusche, eigener Toilette und Spüle. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut haben, legten wir uns noch ein wenig an den Pool, um uns von der anstrengenden Pirschfahrt zu erholen.  

Am Abend genossen wir unser selbstgekochtes Abendessen vor dem Lagerfeuer. Am liebsten hätten wir den Aufenthalt verlängert – doch leider war die Unterkunft für die nächsten Tage ausgebucht.  

Lagerfeuer - Etosha Nationalpark Namibia

 

Pirschfahrten & Tiere  

Die Tierwelt Afrikas hat uns schon in Kenia begeistert. Umso mehr freuten wir uns auf Begegnungen mit Elefant, Zebra, Impala & Co. – und wir wurden nicht enttäuscht.  

 

Unsere Planung der Routen  

Map of Etosha

Doch wie haben wir die Routen geplant? Zunächst einmal haben wir uns mit Hilfe von Karten einen Überblick über den Park verschafft. Online könnt ihr diese hier finden. Wir haben uns bereits in Windhoek eine Map besorgt mit all den Straßen, die durch den Etosha führen.  

Ein tolles Extra der Karte sind die Abbildungen der dort lebenden Tiere. So war es für uns einfacher möglich, unsere Entdeckungen zu identifizieren. Zudem sind sämtliche Wasserlöcher des Parks eingezeichnet. Das vereinfacht die Routenplanung! Übrigens war die Karte in Windhoek deutlich günstiger als in unserem Camp bzw. am Gate des Etosha-Nationalparks. Wer in Windhoek also eine Karte sieht, kann beruhigt zugreifen.  

Darüber hinaus ist es wichtig, sich bei der Planung der Routen nicht zu übernehmen. Denn die Kilometerzahlen täuschen oftmals. Schließlich fahrt ihr im Park deutlich langsamer und auch für Fotostopps und Tierbeobachtungen geht viel, viel Zeit drauf. Plant also lieber ein bisschen großzügiger die Zeit ein, sodass ihr rechtzeitig am Ausgang seid. Falls ihr dann noch Zeit habt, könnt ihr schließlich dort noch eine Runde drehen. 

Wir haben immer mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 30 km/h gerechnet und einen kleinen, zeitlichen Puffer drauf gepackt. Dann hatten wir Zeit für ausgiebige Fotostopps und Pausen. Pausen sind übrigens an einigen Stellen im Park möglich. Denn es gibt Plätze, an denen ihr das Auto verlassen dürft. Teilweise sind die Sanitäranlagen umzäunt, teilweise nicht – Aufregung garantiert. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt übrigens 60 km/h. Die könnt ihr allerdings nur auf den asphaltierten Zufahrtsstraßen am Rande des Parks fahren.  

Über Sprit und Verpflegung müsst ihr euch übrigens nicht allzu viele Gedanken machen. Denn jedes Camp im Park verfügt neben Shops und Restaurants auch über eigene Tankstellen. Ihr solltet einfach immer, wenn ihr an einer Tankstelle vorbeifahrt, das Auto volltanken. Dann seid ihr auf der sicheren Seite!  

 

Tag 1 – ein kurzer Abstecher durch den südlichen Teil des Parks  

Ursprünglich hatten wir diesen Tag gar nicht für Safari eingeplant. Schneller als gedacht waren im Etosha Safari Camp. Also los in den Park!

Nachdem wir am Andersson Gate nach kurzem Warten unsere Erlaubnis für alle vier Tage bekommen haben, ging es los. Pro Tag belaufen sich die Kosten auf 80 Namibia Dollar pro Erwachsenen und 10 Namibia Dollar pro Auto. Für vier Tage bezahlten wir also 680 Namibia Dollar. Das sind ca. 45 Euro. 

Der südliche Teil vom Etosha Nationalpark

Jetzt steht uns nichts mehr im Weg – endlich die afrikanische Wildnis, endlich die afrikanische Tierwelt – endlich SAFARI 🙂

Der Weg in den Etosha Nationalpark Namibia
Die Hauptstraße des Etosha Nationalpark

Um einen ersten Eindruck vom Park zu bekommen, beschränkten wir uns auf den südlichen Teil des Parks – und schon der erste Tag war von vielen Tierbeobachtungen geprägt u.a. das vorletzte Puzzlestück der Big 5 – das Nashorn – aber seht doch selbst! 🙂 

 

Tag 2 – Erkundung des zentralen Parkteils  

Früh morgens ging es los … das Zelt blieb stehen … die Permit hatten wir bereits am Vortag besorgt. Also waren wir eins der ersten Autos im Park. Die Öffnungszeiten sind übrigens jahreszeitabhängig. Die aktuellen Zeiten gibt es hier.

Den Tag erkundeten wir zahlreiche Wasserlöcher und blieben bis weit in den Nachmittag hinein im Etosha.  Unser Highlight der zweiten Pirsch – Zebras, so weit das Auge reicht .. kein Spaß: Zählen unmöglich!

 

Tag 3 – Fahrt bis in den Osten zum von Lindquist Gate  

Da wir für die nächste Nacht eine Unterkunft an der östlichen Parkgrenze gebucht hatten, mussten wir den ganzen Park durchqueren. Erneut ging es früh morgens los, um pünktlich am Ausgang zu sein.  

Der östliche Teil des Etosha Nationalparks

So hatten wir ausreichend Zeit – denn im Etosha ist defintiv der Weg das Ziel – so auch an diesem Tag.  5/5 – Big 5 completed – auch wenn wir nicht damit gerechnet haben – direkt zu Beginn der Pirsch: ein Leopard! 🙂

Der Leopard
Leicht versteckt – der Leopard 🙂

Neben der eher bequemen Wildkatze im Baum sind wir vielen weiteren Bewohnern des Etosha begegnet… 🙂

 

Tag 4 – Fahrt zurück zum Andersson Gate und kleiner Abstecher in den westlichen Teil des Etosha Nationalparks  

An diesem Tag ging es zurück zum Andersson Gate. Die Strecke war prinzipell die Gleiche wie am Vortag. Allerdings verlaufen größtenteils die zwei Hauptstraßen parallel zueinander. So konnten wir an diesem Tag die andere Strecke austesten.  

Da wir relativ zeitig unweit des Andersson Gates im Okaukuejo Camp waren, entschieden wir uns einen Abstecher in den eher unerschlossenen, nicht wirklich touristischen westlichen Teil des Parks zu machen – und da trafen wir auf sie …

LÖWEN … nicht zwei, nicht drei, sondern bestimmt 10 … und halt wir beide 🙂 Der König der Tierwelt gehört zugleich zu den faulsten Exemplaren, die wir kennen lernen durften – Bewegung nur, wenn es absolut sein muss …. 😀

 

Unsere Empfehlung – der Etosha-Nationalpark ist eines der Must-Do’s Namibias 

Als absolute Tierfreunde und Naturliebhaber ist unser Fazit klar: der Etosha-Nationalpark war eines unserer Highlights in Namibia.  

Denn wir lieben einfach  

… die unberührte, intakte Natur 

… die Artenvielfalt in der Freiheit  

Abenteuer und Roadtrips  

… und neue Regionen erkunden  

All das erlebten wir im Etosha-Nationalpark in Namibia. Wir hätten noch ewig dort bleiben können – doch es wartete unser nächster, atemberaubender Stopp in Namibia auf uns – die Spitzkoppe. Doch dazu an anderer Stelle mehr. 

 

Wasserloch im Etosha Nationalpark

Etosha Safari Park

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